
Haarentfernung für Dummies: 5 Methoden im Test
Es ist wieder soweit. Du sitzt vor dem Fernseher und streichst dir gedankenversunken übers Schienbein. Hey! Was soll das Gestopple? Keine Panik, das mit der Haarentfernung ist ja ein Kinderspiel. Die klassische Klingenrasur kennen wohl die meisten von uns. Aber es gibt auch noch weitere Methoden, mit denen sich Beine, Bikinizone, Achseln und sogar Gesichtsflaum wegmachen lassen – und das sogar auf Dauer! Als tapfere Beautybloggerin, die unglaublich viel selbst ausprobiert und keine Schmerzen scheut, habe ich euch die populärsten Methoden zur Haarentfernung zusammengetragen: Allesamt selbst ausprobiert und mit Produktetipps, damit das mit der glatten, aber auch zufriedenen Haut auch wirklich gelingt. Tschüss, Härchen!
Erst mal: Vorbereitung ist bei der Enthaarung wirklich wichtig, und zwar egal, an welcher Körperpartie. Dein sicherster Wert, bevor du den Härchen an den Kragen gehst? Ein gutes Peeling! Dieses hier duftet auch noch schaurig fein...
...und jetzt: Auf ins Härchen-Weg-Abenteuer!
Die 5 gängigsten Haarentfernungsmethoden im Steffi-Test
1. Die chemische Haarentfernung
Wie es funktioniert:
Die Körperhaare werden mit speziellen Wirkstoffen aufgelöst. Darum nennt man das auch eine «chemische Rasur». Hauptwirkstoffe dieser Enthaarungscremes sind Natronlauge und Ätznatrom (Thioglykolsäure und Natriumhydroxid, wenn du deinen Chemielehrer im Nachhinein beeindrucken willst).
Diese dringen in die Struktur des Haares ein und löst darin die Keratinverbindungen auf, sodass man das Haar nach einigen Minuten Einwirkzeit einfach mit einem Spachtel sanft wegschaben kann.
Vorteile dieser Methode sind, dass sie an sich völlig schmerzfrei und schnell. Dafür können die Inhaltsstoffe empfindlichere Haut reizen, auch wenn alle Produkte beruhigende Öle enthalten. Ah, und an den schwefelartigen Geruch muss man sich e bitz gewöhnen!
Fazit:
Super für alle, die normale Haut haben oder für zarte Hautpartien wie Gesicht (Damenbärtli, anyone?) oder auch Bikinizone... besonders, wenn man dort sonst zu eingewachenen Härchen neigt.
Schmerz-o-Meter:
0 von 5 Punkten
2. Haarentfernung mit Kaltwachs
Wie es funktioniert:
Wax it, Baby! Du kannst mich auch eine Susi nennen, aber für den Heimgebrauch finde ich Heisswachs etwas zu aufwändig – und auch ein bisschen gfürchig. Kaltwachsstreifen, hingegen, lassen sich relativ schnell meistern! Bei beiden Methoden wird das Haar an und mit der Wurzel ausgerissen, was ein ziemlich langes Glatt-Resultat verspricht. Beim Kaltwachs trägt man auf der sauberen, trockenen Haut einen mit Wachs präparierten Streifen auf der Haut auf und drückt ihn kurz in Haarwuchsrichtung auf.
Jetzt wichtig: Nicht warten, keine Lieder singen oder Kinder zurechtweisen, sondern... RATSCH den Streifen mit einem schnellen Ruck gegen die Haarwuchsrichtung und möglichst dicht bei der Haut abziehen. Es braucht ein bisschen Mut und Übung, ganz ehrlich!
Positiv an dieser Methode finde ich, dass die Härchen bei mir relativ lange nicht nachwachsen, also für gute 2-3 Wochen ist Ruhe. Was mir daran nicht so gefällt, ist dass es relativ schmerzhaft sein kann und an der Haut oft Spuren vom Kaltwachs zurückbleiben (die man aber easy mit etwas Öl abrubbeln kann).
Fazit:
Für rüstige Ladies und Jungs, die gut zupacken können – und nicht ständig nachbearbeiten wollen. Oh, und übrigens: Bikinizone würde ich hiermit nicht behandeln!
Schmerz-o-Meter:
5 von 5 Punkten
3. Haarentfernung durch Rasur
Wie es funktioniert:
Ehm, du hast deinem Papi auch zuschaut beim Rasieren, oder? Die wohl schnellste Haarentfernungsmethode ist dementsprechend sehr populär, denn du kannst auch mal auf die Schnelle die Schienbeine rasieren, ohne das Sommerkleid auszuziehen (oder mache nur ich das? Oute ich mich jetzt!).
Bei der manuellen Rasur sorgen messerscharfe Klingen für eine möglichst smoothe Anwendung, die jedoch zwingend nass und idealerweise mit Rasierschaum gemacht wird.
Steffi-Tipp: Notfalls geht auch eine Haarpackung!
Beim elektrischen Rasierer ist das Resultat nicht ganz so präzise wie mit der Klinge, dafür ist sie um einiges schonender – also super für alle, die eher empfindliche Haut haben oder «schwierige» Haare. Ich rede mit dir, Bikinizone!
Dafür kann man den elektrischen Rasierer dank verschiedenen Aufsätzen wirklich am ganzen Körper verwenden, mit Ausnahme des Gesichts.
Fazit:
Perfekt für alle, die erst unter Zeitdruck merken, dass sie sich noch rasieren müssten sowie als «Top-Up» gegen Streuner zwischen Epilier- oder Wachs-Sessions.
Schmerz-o-Meter:
0 von 5 Punkten, sofern du nicht pressierst und irgendwo noch in bisschen Haut mitnimmst mit der Klinge.
4. Haarentfernung mit Epilation
Wie es funktioniert:
Setz’ dich bitte hin, die Aufregung ist völlig umsonst! Wie beim Wachsen werden beim Epilieren die Haare an der Wurzel ausgerissen – kurz und heftig. Anders als beim Waxing, wo du die Kraft aufwenden musst, zupfen rotierende Mini-Pinzetten (oder auch Keramikplatten, bei manchen Geräten) die Haare laufend und blitzschnell aus... und die wachsen meist erst nach etwa vier Wochen nach.
Was ich am Epilieren mag, ist dass es schneller geht als Wachs – und dass sich der Schmerz ein bisschen verteilt, da das Gerät eine kleinere Fläche behandelt, und man das selbst steuert.
Jede und jeder hat ein anderes Schmerzempfinden, aber für mich ist das Epilieren an den Beinen wirklich easy. Für Bikinizone (vorher Haare kürzen, wenn nötig!) und vor allem unter den Achseln muss ich mich jeweils vorher kurz aufhypen, um den Schmerz zu ertragen. Dafür ist es wirklich schnell vorbei und du kannst dich, sobald die roten Pünktchen nach ein paar Stunden abklingen, total beruhigt ins Sommerkleidli oder Bikini werfen!
Fazit:
Nicht schmerzfrei, aber gründlich und nachhaltig, sowohl mit dem Resultat, wie auch für die Umwelt.
Schmerz-o-Meter:
4 von 5 Punkten (okay, ich bin eine Susi)
5. Haarentfernung mit IPL
Wie es funktioniert:
Ohne dass ich jetzt eine wissenschaftliche Abhandlung hinlegen will: Kurz gesagt, ist IPL eine Haarentfernungsmethode, die darauf basiert, dass es der Haarwurzel unter den Umständen schlicht verleidet, weiterhin Härchen zu produzieren. Das Geschieht, indem man diese einem intensiven Lichtblitz aussetzt, dem «Insense Pulsed Light».
Wichtig zu wissen, dass IPL für den Heimgebrauch weniger intensiv ist als bei einem Profi – aus Sicherheitsgründen. Dafür ist IPL mit einem solchen Hand-Held-Gerät weniger schmerzhaft und lässt sich wirklich easy umsetzen. Ein etwas längerer «Schnuuf» ist jedoch gefragt, denn IPL ist immer als Kur gedacht. So muss man jeweils mit mehreren Wochen Abstand zwischen 4 und 10 Behandlungsrunden hinlegen, bis die Haare nicht mehr nachwachsen.
Ich habe selbst vor einigen Jahren Beine, Bikinizone und Achseln konsequent damit behandelt.
An den Beinen wachsen mir nachhaltig nur noch wenige Härchen nach, unter den Achseln hingegen müsste ich wieder mal eine mehrmonatige IPL-Runde drehen, da war das Resultat nicht nachhaltig. Ich finde die Methode aber super, weil es kaum weh tut und man dann im Idealfall wirklich jahrelang ziemlich Ruhe hat vor störenden Härchen.
Allerdings musst du vor der Anschaffung eines Geräts unbedingt checken, ob deine persönliche Hautton- und Haarfarben-Kombo auch dafür geeignet ist: Je grösser der Kontrast zwischen Haut und Haarfarbe ist, desto besser das Resultat. Das heisst: Nix für blonde doer weisse Härchen, dafür super für alle die relativ dunkle Körperhaare (und nicht zu viele Muttermale oder Tattoos) haben.
Fazit:
Die eher hohen Anschaffungskosten lohnen sich, denn das ist die einzige Haarentfernungsmethode, mit dauerhafter Wirkung. Geduld ist jedoch gefragt!
Schmerz-o-Meter:
2 von 5 Punkten
So, du hast jetzt superglatte, haarfreie Haut – der Sechser im Lotto folgt sicher auch bald!
Mein letzter Tipp, damit deine Haut auch direkt nach der Haarentfernung happy bleibt, ist eine gute Feuchtigkeitspflege. Je gestresster deine Haut ist, etwa nach dem Epilieren oder Wachsen, desto einfacher sollte sie formuliert sein.
Ein tolles Multifunktionsprodukt, das auch noch einen schönen Glow hinterlässt:
Ich hoffe, dieser Direktvergleich hat dir bei der Wahl deiner Haarentfernungsmethode schon mal ein bisschen geholen. Und ganz allgemein möchte ich auch noch sagen:
Es ist auch total okay, mal keine superglatte, glowy Haut zu haben. Haare sind menschlich. Und wir mögen dich eh wegen deiner Ausstrahlung, und nicht wegen deinen smoothen Beinen, gell?
Happy Hair-Removing, liebe Leser*innen!
* Die Preisangaben unter den Bildern können variieren.
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Unsere BRACK.CH Beauty-Expertin
Steffi liebt alles, was mit Beauty zu tun hat. Du wirst sie niemals ohne SPF im Gesicht antreffen und sie wird dir (auch ungefragt) sofort verraten, welche Mascara sie gerade trägt.
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