
Frauenpower bei BRACK.CH – Selbstvermarktung und Selbstbewusstsein
Wie verhalte ich mich in schwierigen Meetings? Wie reagiere ich richtig auf unangebrachtes Verhalten oder Vorurteile? Und wie werde ich in meinem Berufsalltag sicherer und zufriedener? Zwei neue Workshops in der Competec, der Mutterfirma von BRACK.CH und Alltron, sollen die Selbstvermarktung im Geschäftsalltag und das Selbstbewusstsein von Frauen stärken. Den Testlauf machen die Mitglieder des internen Frauennetzwerks COMPAÑERAS.
Gestikulierst du raumgreifend oder machst du dich lieber klein in Meetings? Selbstvermarktung fängt schon bei der richtigen Körpersprache an! Kommunikations-Experten sind sich einig: Männer nehmen in Meetings und Gesprächen viel selbstverständlicher Raum ein als Frauen. Ihre Arme sind beim Gestikulieren meistens weiter vom Körper abgewinkelt. Frauen dagegen neigen dazu, nur ihre Unterarme bei der gestischen Unterstreichung ihrer Worte zu verwenden. Selbst beim Stehen schaffen sie es, ihre Beine zu verschränken, anstatt breitfüssig und entspannt auf dem Boden zu stehen. So, als müssten sie sich für ihre Anwesenheit entschuldigen. Warum eigentlich?
Klischees und altmodische Rollenbilder
"Weil sich viele Frauen auch heute noch unsicher im Hinblick auf ihre Kompetenzen fühlen", sagt Rosmarie Stutz, Mitbegründerin der COMPAÑERAS. Und fügt an: "Frauen sind viel selbstkritischer und hinterfragen sich stärker". Diese Feststellung deckt sich mit der Einschätzung von Psychologen und Verhaltens-Trainern. Sie begründen unser Verhalten damit, dass das "klassische", weibliche Rollenbild von einer eher leisen und zurückhaltenden Frau immer noch in unserer Gesellschaft verankert ist – und nach wie vor als wünschenswert vermittelt wird. Lautes, dominantes Auftreten erscheint vielen dagegen als "unweiblich".
Männer treten im Gegensatz dazu meist viel selbstsicherer und selbstverständlicher in der Öffentlichkeit auf. Sie reflektieren weniger über ihr jeweiliges Verhalten und was andere darüber denken könnten, weil sie das – den alten Rollen- und klassischen Erziehungsmustern entsprechend – viel weniger mussten.
Lerninhalte, die im Arbeitsalltag anwendbar sind
Der Wunsch, das Thema Selbstvermarktung im Geschäftsalltag anzupacken, sei von den Mitgliedern der COMPañeras selbst gekommen, erklärt Rosmarie Stutz die Initiative. Mit dem Pilot-Workshop, der von einer externen Coaching-Agentur durchgeführt wird, sei Competec diesem Bedürfnis nachgekommen.
Inhaltlich soll es darum gehen, die Selbstwahrnehmung von Frauen zu stärken und eine "persönliche Marke" aufzubauen. Dazu gehört auch, erst einmal herauszufinden, wie wir eigentlich auf andere wirken und welche Botschaften wir – vielleicht unbewusst – senden. Der zweite Kursteil fokussiert sich darauf, wie ich mit meiner Persönlichkeit in schwierigen Situationen vorgehe. Stressige Situationen, schwierige Meetings und Konflikte im Team führen bekanntlich zu Demotivation und reduzierter Arbeitsleistung.
Was wir mit unserer Körpersprache sagen...
Oft machen wir uns überhaupt keine Gedanken darüber, wie wir auf andere wirken und was wir mit unserer Körpersprache signalisieren. HIER könnt ihr interessante Hintergründe dazu nachlesen.
Geplant sind jeweils zwei halbe Tage mit praktischen Übungen. 2er-Gspändlis sollen sich im Workshop austauschen, Ziele definieren und danach gegenseitig überprüfen, ob und wie diese im Alltag umgesetzt werden. "Wir dürfen diesen Pilot-Workshop zunächst innerhalb des Competec-Frauennetzwerkes durchführen", erklärt Rosmarie. Dann sollen die Erfahrungen der Teilnehmerinnen gesammelt und ausgewertet werden. "Je nachdem wird dann entschieden, wie es mit diesem Workshop-Angebot weitergeht und ob es für die ganze Competec-Gruppe ausgerollt wird". Die Workshops werden am 30.06. und am 05.07.2022 stattfinden.
Mehr als nur Kolleginnen
Auch beim neuen Mentoring-Programm machen die COMPañeras den Anfang. Rosmarie Stutz erläutert die Idee dahinter: "Kolleginnen unterstützen andere Kolleginnen im Berufsalltag, stehen ihnen mit Rat und Tat zur Seite und fördern gezielt deren Stärken". Finden sollen sich die jeweiligen 2er-Teams bei einer Art Speeddating. "Dann kann man gleich schauen, ob es passt."
In Fragebögen schreiben sowohl Mentorinnen wie auch Mentees vorab ihre Skills und Bedürfnisse auf – das macht es für alle noch einfacher und transparenter. "Wichtig ist, dass die Mentees sich Ziele setzen und diese laufend überprüft werden", so Rosmarie. Die Mentorin unterstützt die Mentee in ihrer persönlichen Weiterentwicklung. Dabei können Fragen wie «Wie entwickle ich mich in eine Führungsposition?» oder «Wie verhalte ich mich in schwierigen Verhandlungen?» gemeinsam besprochen werden. Für den Fall, dass die Chemie zwischen den beiden Personen nicht stimmt, kann die "Patenschaft" natürlich jederzeit wieder aufgelöst und jemand anderes gefunden werden. Auch hier ist zunächst ein Testlauf von etwa einem Jahr geplant, nach dem dann die Erfahrungswerte aus dem Pilot-Programm zusammengetragen und ausgewertet werden.
Was ist Mentoring?
Mentoring ist eine gute Methode, um den Wissens- und Erfahrungsaustausch zwischen Mitarbeiter*innen in einem Unternehmen zu fördern. Dabei betreut eine meist beruflich erfahrenere Person eine häufig jüngere. Mentoring-Programme helfen dabei, Stärken zu entwickeln und die Motivation nachhaltig zu verbessern. Besonders Berufseinsteiger*innen wünschen sich oft Vorbilder, Orientierung, Inspiration und regelmäßiges Feedback.
Redaktorin Contentmarketing/PR
Als Kind wollte ich meinen eigenen Zirkus gründen, am Ende bin ich Journalistin und Online-Redaktorin geworden. Das ist auch manchmal ein ganz schöner Zirkus… aber ich liebe ihn! Seit August 2021 jongliere ich mit Wort und Schrift fürs BRACK.CH Contentmarketing-Team.
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