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Dermaplaning - Die Vor- und Nachteile des Beauty Trends

13.02.2023

Wo man aktuell hinschaut: Es wird rasiert. Es gibt kaum einen Promi oder eine Influencerin, die sich nicht vor laufender Handykamera die feinen Härchen aus dem Gesicht schabt. Aber wozu eigentlich? Wir haben den Dermaplaning-Trend mal unter die Lupe genommen, zeigen euch die Vor- und Nachteile und stellen euch einige Tools für die Entfernung der Gesichtshärchen vor.

Nein, mit dem bekannten Aquaplaning das man vom Autofahren kennt, hat es eigentlich nichts zu tun. Wobei... Ein kleines bisschen vielleicht schon. Aber dazu später mehr.

Eines ist klar: Dermaplaning hat sich zu einem wahren Social Media Trend gemausert. Und wer einmal aus Neugier auf einen kurzen Rasier-Clip geklickt hat, der kann sich vor weiteren, unzähligen Videos in seinem Feed kaum mehr retten. Algorithmus  sei Dank!




Dermaplaning - Woher es kommt und was es bringen soll

Wie viele Beauty-Trends kommt Dermaplaning aus Asien. Japanische Dermatologen haben nämlich eine professionelle Behandlung entwickelt, die mit einer sterilen, scharfen Rasierklinge für glatte Haut und einen frischen Glow sorgen soll. Bezeichnen kann man es als eine Art physikalisches Peeling, ähnlich wie eine Mikrodermabrasion. Dabei werden die obere Schicht der toten Haut und die feinen "Pfirsichhärchen" abgetragen. Nach dieser "Rasur" wird den Bakterien der Nährboden entzogen, die Haut strahlt viel mehr, fühlt sich samtiger an, ist aufnahmefähiger für Pflegeprodukte und auch das Make-up soll besser halten.

Alle Vorteile von Dermaplaning auf einen Blick

  • Hautschüppchen und verhornte Zellen werden abgeschabt.
  • Ablagerungen und Produktrückstände werden von der Haut abgetragen.
  • Das Licht reflektiert, die Haut erhält einen schönen Glow.
  • Make-up bildet keine Ablagerungen, bleibt nicht an Härchen oder trockenen Hautstellen hängen.
  • Pflegeprodukte können besser einziehen.
  • Die Durchblutung wird angeregt.

Vom professionellen Kosmetikstudio ab in die eigenen vier Wände

Wie viele andere Beauty-Behandlungen hat auch das Dermaplaning den Weg ins eigene Zuhause gefunden. Dank unzähliger TikTok, YouTube und Instagram-Videos kann sich nun jede Frau ganz einfach, selbst den Gesichtsflaum wegrasieren. Unter dem Hashtag #dermaplaning findet man auf den Social Media Plattformen viele Beispiele.
Der normale Augenbrauen-Trimmer, ist das günstigste, einfachste und das "eigentliche" Dermaplaning Tool und sieht aus wie ein kleines Messer. Dieses wird auch meistens in den Kurzvideos auf Instagram und TikTok verwendet. Die Handhabung sieht auf den ersten Blick ganz einfach aus, hat aber doch ihre Tücken.

Damit nichts schief geht, achtet auf folgende Punkte:

1. Reinigt vor der Behandlung gründlich euer Gesicht.

2. Ähnlich wie der Autoreifen beim Aquaplaning auf dem Wasserfilm "schwimmt", muss die Klinge muss auf der Haut "gleiten" können. Bevor ihr also startet, braucht ihr ein Öl, das auf dem Gesicht wie ein Gleitmittel wirkt. Nehmt am besten ein reines Argan-, Jojoba- oder ein sonstiges Gesichtsöl. Verteilt es gut, so dass die Klinge gut über die Haut gleiten kann.

3. Bevor ihr die Klinge auf dem Gesicht ansetzt, probiert es zuerst auf eurer Hand oder eurem Arm aus. Verteilt das Öl und setzt die Klinge leicht schräg auf die Haut. Lasst sie dann in kurzen, schnellen Zügen und ganz ohne Druck von oben nach unten über die Haut gleiten. (Die Technik ist etwas anders als bei den elektrischen Rasierern). Seid wirklich extrem vorsichtig! Schnittverletzungen sind schnell passiert. Arbeitet sehr behutsam, um Abschürfungen oder Schlimmeres zu vermeiden.

4. Um die Augen ist die Haut besonders empfindlich. Spart diese Regionen deshalb aus.

5. Wascht das restliche Öl sorgfältig und ohne zu rubbeln mit etwas lauwarmem Wasser ab.

6. Nach der Behandlung solltet ihr die Haut mit einem feuchtigskeitsspenden Serum beruhigen. Vermeidet starke Actives wie Säuren oder Retinol, verwendet am besten eine leichte, duftstofffreie Hautpflege und tragt danach wie gewohnt euren Sonnenschutz auf.
(Ja, der gehört JEDEN Tag aufgetragen...)

7. Beobachtet die Haut auch in den nächsten Tagen gründlich und seid sanft zu ihr.
Wer unter sensibler Haut, Rosacea, Neurodermitis, Akne oder Pigmentstörungen leidet, der sollte auf die Behandlung verzichten.

Für Anfängerinnen oder für alle mit einer etwas unruhigeren Hand gibt es zum Glück noch andere Möglichkeiten die feinen Gesichtshärchen loszuwerden. Mit den Präzisionstrimmern, können nicht nur die Augenbrauen in Form gebracht, sondern auch das ganze Gesicht rasiert werden.
Ich habe 4 verschiedene Gesichtsrasierer einmal in Ruhe angeschaut und ausprobiert.


Flawless Gesichtsrasierer Face Rosegold

Er ist das kleinste, handlichste und günstigste der getesteten Geräte. Auf den ersten Blick sieht er aus wie ein grosser Lippenstift oder wie eine E-Zigarette. Er ist sehr leicht und äusserst leise. Man kann ihn also gut überallhin mitnehmen, die Bedienung ist einfach und diskret. Er hat einen runden Scherkopf mit Doppelring, der 18-karätige Goldüberzug sorgt dafür, dass keine Hautreizungen entstehen. Der Flawless braucht eine Batterie, diese einzusetzen erweist sich aber bereits als ziemlich "tricky". Man muss sehr vorsichtig sein, wenn man das Gerät auseinanderziehen will um das Batteriefach freizulegen. Wenn man zu fest drückt, dann kann der obere Teil mit dem Scherkopf wegbrechen.
Schon nach diesem Manöver ist klar: Sehr stabil und hochwertig ist dieses Gerät nicht.
Ist der Flawless eingeschaltet, dann drückt man den obersten Teil vorsichtig auf die Haut und fährt mit kreisförmigen Bewegungen über das Gesicht. Während der Behandlung spürt man praktisch nichts und ich habe mich am Anfang gefragt, ob da auch wirklich alles entfernt wird. Und tatsächlich: Für wenige und sehr feine Härchen tut er seinen Dienst, wer aber etwas mehr Flaum entfernen will, der wird mit dem Flawless nicht ganz glücklich sein. Es ist auch nicht möglich, Augenbrauenhärchen zu entfernen, dafür ist die runde Auflagefläche zu gross.


Vorteile: klein, handlich, leicht, sehr leise, preiswert, hypoallergen

Nachteile: nicht sehr hochwertig, nur für feine und wenig Härchen geeignet, nur für Gesichts- und nicht für Augenbrauenrasur geeignet.

Braun Präzisionstrimmer FG1106

Gleich teuer wie der Flawless ist der Präzisionstrimmer von Braun. Er sieht aus wie eine kleine, elektrische Zahnbürste, ist sehr handlich und leicht. Es lassen sich zwei unterschiedliche Klingen aufsetzen. Eine etwas breitere fürs Gesicht und eine sehr schmale für die Augenbrauenpartie. Genau bei diesem Ein- und Ausklinken des Rasierkopfes muss man sehr vorsichtig sein. Alle Teile sind aus Plastik und machen einen nicht sehr stabilen Eindruck.
Die Rasierfläche ist länglich, nicht rund und ist am Anfang etwas ungewohnt. Dieses Gerät ist das lauteste im Test und es vibriert während der Benutzung auch ziemlich stark. Mitgeliefert wird noch ein Trimmeraufsatz, um die Härchen auf eine einheitliche Länge zu schneiden.


Vorteile: Klein, leicht, handlich, preisgünstig, Trimmeraufsatz für buschige und lange Augenbrauen
Nachteile: wirkt nicht sehr hochwertig, das Wechseln der Klingen braucht Fingerspitzengefühl und viel Vorsicht.

Philips Präzisionstrimmer HP6393/00

Das schlanke, edle Design überzeugt schon auf den ersten Blick. Er ist sehr handlich und leicht und es ist von einem Mascara kaum zu unterscheiden.Auch der Philips Präzisionstrimmer wird mit einer Batterie geliefert, die man ganz einfach unten hineinschieben kann. Die Rasierfläche ist auch hier nicht rund, sondern länglich, ähnlich wie eine Klinge. Den kleinen Aufsatz benutzt man für die Augenbrauenpartie, den längeren fürs Gesicht. Das Gerät ist sehr leise, hat aber trotzdem Power. Damit lassen sich problemlos auch feine Arm- und Beinhärchen entfernen.


Mit der länglichen Klinge braucht es etwas mehr Übung, als mit dem runden Scherenkopf. Am besten zieht man mit der einen Hand die Haut etwas straff und zieht den Trimmer dann gegen die Haarwuchsrichtung, leicht über das Gesicht. Die Benutzung über und unter der Augenbraue ist am Anfang etwas ungewohnt, auch wenn man sehr präzise arbeiten kann.


Vorteile: sehr schönes, edles Design, leise und leistungsstark, Gesichts- und Augenbrauenrasur möglich, zusätzlich mitgelieferte Accessoires wie Pinzette und ein kleines Stoffsäcklein, preisgünstig, Klingen können einfach ausgetauscht werden.

Nachteile: Rasur mit länglicher Klinge braucht etwas mehr Übung als mit einem runden Scherenkopf

Ailoria Gesichtsrasierer Liberty 2 in 1

Das vierte Gerät im Test ist etwas grösser und sieht ebenfalls ähnlich aus wie ein Mascara. Als einziger Trimmer wird er mit einem USB-Kabel geliefert. Er braucht also keine Batterie, denn er muss aufgeladen werden, funktioniert aber auch während dem Laden. Für mich ein Pluspunkt, ich mag Geräte mit einem Akku viel lieber. Hinter den zwei Schutzabdeckungen verbergen sich: Ein Gesichtstrimmer, ebenfalls mit einem runden Scherenkopf, der sehr leise vibriert. Hier seht ihr die Seite mit dem breiten Rotationskopf, der sich fürs Gesicht eignet.


Auf der anderen Seite, findet ihr den Augenbrauentrimmer. Er besitzt eine feinen Spitze, ist während der Behandlung aber deutlich lauter ist als der Gesichtstrimmer. Die beiden Scherköpfe lassen sich mit einem leichten Dreh problemlos entfernen und austauschen. Der Ailoria wirkt bereits auf den ersten Blick viel hochwertiger als die beiden anderen Probanden und dieser Eindruck bestätigt sich auch während der Behandlung. Er gleitet mühelos über die Haut und kommt mit den Härchen problemlos zurecht. Das Entfernen/Zupfen einzelner Augenbrauenhärchen funktioniert dank der feinen Spitze perfekt.


Vorteile: Aufladbar, leicht, für Gesichts- und Augenbrauenrasur geeignet, Gesichtstrimmer sehr leise, wird in einem kleinen Plastiketui geliefert

Nachteile: Augenbrauentrimmer recht laut, deutlich teurer als das erste Testgerät

Mein Fazit


Alle Geräte sind sehr leicht zu bedienen, die Behandlung ist komplett schmerzfrei und angenehm.
Wer sich nur ab und zu und ausschliesslich ein paar Gesichtshärchen (z.B an der Oberlippe) rasieren will, der wird mit dem preisgünstigen Flawless zufrieden sein. Wer noch etwas mehr Möglichkeiten braucht aber trotzdem nicht zu viel Geld ausgeben möchte, der wird am Braun Präzisionstrimmer seine Freude haben.
Mir persönlich haben die preisgünstigsten Geräte etwas weniger gut gefallen. Ich bin mir nicht ganz sicher, ob sie wirklich genug robust sind und im Praxistest über längere Zeit überzeugen und bestehen können.
Sehr gut zurechtgekommen bin ich mit dem Ailoria Gerät, vor allem der feine Stift für die Augenbrauen hat mich überzeugt. Man kann wirklich sehr genau und präzise damit arbeiten. Auch der runde Scherenkopf fürs Gesicht funktioniert perfekt, vor allem wenn man regelmässig damit arbeitet und immer nur wenige Härchen entfernen muss.

Am meisten überzeugt hat mich der hübsche und sehr edle Philips Trimmer. Das Preis- Leistungsverhältnis passt für mich hier am besten. Das Gerät wirkt sehr hochwertig und im mitgelieferten Säcklein haben auch gleich alle Zubehörteile Platz.

Für mich ist klar: Die normale Klinge hat definitiv ausgedient. Sie wird aussortiert und mit einem elektrischen Trimmer ersetzt. Die Gesichtsrasur wird in Zukunft entspannter und Verletzungen sind passé!
Dafür gibt's ab jetzt:
Schöne, glatte Haut mit einem tollen Glow!

Gesichtsrasierer in der Übersicht

Kathrin Buholzer

Redaktorin, Bloggerin, zuständig für Familienthemen

Eltern-Bloggerin I Mom von 2 Teenie-Girls I Open Air Fan I Bernerin I Rollerskaterin I Testet sehr gerne Wellnesshotels, Haushalts- und Kosmetikgeräte

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