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Die LARQ Trinkflasche: Revolutionär oder stylisches Accessoire?

27.01.2025

Hier kommt die LARQ-Trinkflasche: Sie will nicht nur schick aussehen, sondern auch unser Wasser auf Knopfdruck sauber zaubern. Dieses Versprechen klingt toll und hat mich neugierig gemacht. Ist das Ding wirklich so genial oder einfach nur ein schönes Spielzeug für Instagram-Fotos? Ich habe mir die Flasche angeschaut und stelle euch hier meine Eindrücke vor.

Kurz und knapp

➕ UV-C-Technologie für keimfreies Wasser dank automatischer Selbstreinigung

➕ Stylisches Design, das sogar im Büro neidische Blicke auf sich zieht

➕ Nachhaltig und BPA-frei

➖ Preislich eher auf «Luxus-Level»

➖ Filtert keine Schwebeteilchen oder Schwermetalle

Hand aufs Herz: Wann habt ihr das letzte Mal eure Trinkflasche gewaschen? Also so richtig geschrubbt und gesäubert? Wahrscheinlich könnt ihr euch, wie ich, nicht mehr genau daran erinnern. Und wenn, dann ist es bestimmt schon ein Weilchen her. Und genau deshalb klingt die Idee der LARQ Trinkflasche sehr vielversprechend.

Technologie trifft auf Alltag

Was die LARQ so besonders macht? Ihr Geheimnis liegt im Deckel: Da steckt nämlich Hightech drin. Mit PureVis™ UV-C-Technologie beseitigt sie bis zu 99,9 % der Bakterien und Viren – und das in nur 60 Sekunden. Ein kurzer Knopfdruck, und das Wasser ist sauber. Das ist aber noch nicht alles: Die Flasche denkt für euch mit und reinigt sich alle zwei Stunden von selbst. Heisst: keine stinkenden Reste, kein Schrubben – sie bleibt einfach frisch. Das ist nicht nur sehr praktisch, sondern sieht auch super fancy aus. Regelmässig fängt der Rand oben an der Flasche an zu leuchten und man weiss: Alle Viren und Bakterien = tot.

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LARQ Flasche: Deckel mit PureVis™ UV-C-Technologie und entfernbarem Filter Straw

Design und Funktionalität

Schon auf den ersten Blick ist klar: Diese Flasche sieht extrem gut aus. Die doppelwandige Flasche gibt es in zwei Grössen: 680 ml und 1 Liter. Zum modernen, minimalistischen Design passen auch die zarten, schlichten Farben: Obsidian Black, Eucalyptus Green, Granite White und Mojave Dune.

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Die stylische LARQ Bottle, 680 ml/1 Liter doppelwandig isoliert, in den Farben Obsidian Black, Eucalyptus Green, Granite White und Mojave Dune

Für wen ist die LARQ geeignet?

Grundsätzlich für alle. Sie ist BPA- und kunststofffrei und kann euch deshalb jahrelang begleiten. Wer allerdings viel auf Reisen oder Outdoor-Trips ist, der wird an der Flasche ganz besonders Freude haben. Wasser aus einem Bach, Fluss oder Brunnen zu trinken, ist dank der UV-C-Technologie kein Problem mehr.

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Macht auch draussen bei kaltem Wetter eine gute Figur: Die LARQ Bottle

So funktioniert die Technik

Die Bedienung ist kinderleicht. Wasser einfüllen, Deckel zuschrauben, den Knopf drücken – und schon zeigt das LED-Licht, dass die Reinigung läuft. Nach einer Minute erlischt das Licht, und das Wasser ist trinkbereit. Ihr könnt sogar den «Adventure Modus» aktivieren, dafür einfach zweimal drücken. Dann dauert die Reinigung drei Minuten, aber sie eliminiert noch mehr Keime und Bakterien. Praktisch für Wasser aus unsicheren Quellen. Die Idee dahinter: UV-C-Strahlung ist effektiv gegen Krankheitserreger, indem sie deren DNA zerstört. Das bedeutet, dass sogar E.coli-Bakterien und Salmonellen, die sonst einen ungebetenen Urlaub im Verdauungstrakt machen würden, keine Chance haben. Die Technik ist zudem seit Jahren in der Lebensmittelindustrie und Medizin erprobt – und jetzt eben auch für Trinkflaschen.

Das hat mich natürlich gleich auf den Plan gerufen: Da ich oft an der Aare unterwegs bin, wäre es doch sehr praktisch, die leere Flasche einfach mit Aarewasser aufzufüllen und per Knopfdruck zu reinigen. Aber ist das wirklich sicher und ohne Gefahr möglich?Ich habe deshalb beim Hersteller direkt noch einmal nachgefragt, ob man Flusswasser ohne Bedenken in der LARQ Flasche filtern und trinken kann.

In einem Fluss gibt es zwei potenzielle Arten von Verunreinigungen, die man berücksichtigen sollte: mikrobiologische und chemische.

1. Mikrobiologische Verunreinigungen

E. coli, Salmonellen und Protozoen-Zysten können mit UV-C-Licht effektiv bekämpft werden. Die Flasche wurde mit absichtlich verunreinigtem Ruhrwasser getestet und dabei wurden >99,9 % der Bakterien mit dem 3-minütigen Adventure-Mode-Zyklus inaktiviert.Wichtig ist aber: Achtet beim Trinken aus Oberflächenwasser auf eine klare Quelle, die nicht direkt unterhalb von Verunreinigungsquellen wie Viehweiden liegt.

2. Chemische Verunreinigungen

Diese umfassen Chlor, PFAS, Blei, Arsen, Pestizide und Arzneimittel. Der Filter wurde erfolgreich auf Chlor, PFAS und einige Pestizide getestet, ist jedoch nicht speziell für Schwermetalle ausgelegt. Chemische Verunreinigungen hängen stark von stromaufwärts gelegenen Städten, landwirtschaftlichen oder industriellen Gebieten ab. Starke Regenfälle können die Belastung vorübergehend erhöhen.Wenn also das Wasser fliesst, eine gute Klarheit aufweist und nicht unmittelbar unterhalb bekannter Verunreinigungsquellen liegt, kann man es mit der Flasche reinigen. Genau das habe ich an der Aare ausprobiert.

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Flasche ins Flusswasser tauchen - Filtervorgang starten - trinken

Wichtig:  Filter und Strohhalm vor dem Befüllen entfernen. Mindestens einen Adventure-Mode-Zyklus durchführen.  Während des Zyklus gelegentlich schütteln, um sicherzustellen, dass das Wasser gleichmässig behandelt wird. Verwendet zwei oder drei Zyklen, wenn ihr euch bezüglich der Qualität nicht sicher seid. Flusswasser vs. Hahnenwasser Ich war ehrlich gesagt schon etwas skeptisch, als ich die Flasche mit Aarewasser gefüllt, den Reinigungsmechanismus gestartet und danach davon getrunken habe. Das Wasser war zwar ausserordentlich kalt (die Aaretemperatur lag gestern bei 5,4 Grad) aber einen Unterschied zum Hahnenwasser habe ich nicht feststellen können.Den Reinigungsmodus habe ich sicherheitshalber zwei Mal gestartet, damit auch wirklich alle Bakterien abgetötet wurden.

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Den Aare-Wassertest bestanden: Die LARQ filtert das Flusswasser, so dass man es ohne irgendeinen Fremdgeruch trinken kann.

Praktisch, aber nicht perfekt

Bakterien und Viren werden also entfernt, Schwebeteilchen oder Schadstoffe wie Schwermetalle allerdings nicht. Und dann wäre da halt noch etwas: Der Preis.Mit fast 120 Franken gehört die grosse 1 Liter Flasche  ml) mit der doppelwandigen Isolierung definitiv zur Kategorie «Luxus-Gadget». Auch die Flaschen ohne Isolierung kosten stolze 90, resp. 100 Franken.Aus diesem Grund stellt sich natürlich schon die Frage:

Für wen lohnt sie sich wirklich?

Die LARQ-Trinkflasche ist für alle, die viel unterwegs sind und Wert auf sauberes Wasser legen. Besonders in Gegenden mit fragwürdiger Wasserqualität spielt sie ihre Stärken aus. Auch wer regelmässig in Länder mit stark gechlortem Trinkwasser reist, wird sicher Freude an der Flasche haben. Dieser Test steht bei mir noch aus und ich bin wirklich sehr gespannt, ob der Chlorgeschmack rausgefiltert wird. Wenn ich das nächste Mal im Ausland bin, werde ich die LARQ sicher im Gepäck haben.Jedes Mal, wenn ich das kleine Licht auf der Flasche sehe, gibt es mir ein gutes Gefühl, weil ich weiss: Jetzt wird gereinigt und geputzt. Auch der Akku hat mich überzeugt. In der dreiwöchigen Testphase musste ich ihn nie aufladen. Praktisch also, wenn man längere Zeit unterwegs ist.
Wer mag, der lädt sich die dazugehörige App aufs Smartphone. Dort setzt man sich nach Bedarf, tägliche «Hydration Goals», also Trinkziele. Eine visuelle Erinnerung stellt man ebenfalls in der App ein. Ein leuchtender Ring oben an der Flasche erinnert dann ans Trinken. Diese Funktionen können für Leute, die sehr wenig trinken sicherlich hilfreich sein. Ich persönlich habe die App nicht regelmässig benutzt.

Mein Fazit

Ich mag sie. Sie ist stylisch, praktisch, hält den Inhalt sehr lange heiss und kalt. Die Selbstreinigung gibt mir ein gutes Gefühl, ich musste nie mehr an einer müffelnden Flasche riechen. Am Geschmack des Wassers habe ich persönlich nichts bemerkt. Das hat aber mit der Wasserqualität zu tun, die bei uns hervorragend ist.

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(Alle Bilder in diesem Beitrag: Kathrin Buholzer I COMPETEC)


Die Tatsache, dass ich in Zukunft im Ausland von chlorfreiem Leitungswasser profitieren kann, gefällt mir persönlich fast am besten. Wenn ihr also auf der Suche nach einem coolen, umweltfreundlichen, selbstreinigenden Gadget seid, dann ist die LARQ eine Investition wert. Ansonsten löscht man mit einer klassischen Edelstahlflasche genauso gut seinen Durst.


Alle LARQ Trinkflaschen in der Übersicht

    Kathrin Buholzer

    Redaktorin, Bloggerin, zuständig für Familienthemen

    Eltern-Bloggerin I Mom von 2 Teenie-Girls I Open Air Fan I Bernerin I Rollerskaterin I Testet sehr gerne Wellnesshotels, Haushalts- und Kosmetikgeräte

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