
Samsung Galaxy Z Flip4 und Samsung Galaxy Buds2 Pro – Flop oder Top? Unser Test wird’s zeigen
Samsung gab mir die Gelegenheit, ihr neuestes Foldable-Smartphone Galaxy Z Flip4 einige Tage zu verwenden. Entsprechend nutzte ich die Gelegenheit, das faltbare Handy ausführlich zu testen. Der südkoreanische Hersteller händigte mir ausserdem die Samsung Galaxy Buds2 Pro-Kopfhörer aus. Die In-Ears hat unser Lernender Loris unter die Lupe genommen.
Als ich den «Galaxy Unpacked»-Event (zum Blog) gerade verlassen wollte, winkten mir die Samsung-Mitarbeitenden freundlich zu und händigten mir eine kleine Samsung-Tasche aus. Darin befanden sich das Falthandy «Samsung Galaxy Z Flip4», eine passende Schutzhülle mit der Bezeichnung «Flap Leather Cover» und die In-Ear-Kopfhörer «Samsung Galaxy Buds2 Pro». Kaum zu Hause angekommen, richtete ich das Foldable innert kürzester Zeit ein und machte es zu meinem Haupt-Mobile für die nächsten Tage. Die Kopfhörer übergab ich Loris, unserem Auszubildenden, dessen zweites Lehrjahr als Mediamatiker vor kurzem begonnen hat. Mit grosser Freude und Enthusiasmus machte er sich sogleich ans Werk. Wenn ihr gleich seinen Beitrag lesen möchtet, dann einfach hier klicken. Fakten zum Klapphandy gibt’s auf den nächsten Zeilen.
Kompakt und wertig
Äusserlich ist auf den ersten Blick kaum ein Unterschied gegenüber dem Vorgängermodell auszumachen. Das «Samsung Galaxy Z Flip4» ist keine Neuerfindung des Foldable-Konzepts, sondern eine in vielen Punkten verbesserte Version des Flip3. Die Abmessungen sind etwas geringer, besonders im zusammengeklappten Format erstaunt die Kompaktheit, das Handy passt locker auf jede Handfläche eines Erwachsenen.
Als ich das erste Mal das Modell in meinen Händen hielt, merkte ich durch dessen Gewicht, dass hier hochwertige Materialien verbaut wurden. Dazu gehören etwa Armor Alumnium sowie ultradünnes, aber dennoch widerstandsfähiges Corning Gorilla Glass Victus+. Die Scharniere sind zudem verstärkt worden und sollen ein Ablösen der Displayfolie an den beiden Stellen verhindern. Ein Phänomen mit dem der Vorgänger zu kämpfen hatte. Fachkollegen am Samsung-Event zeigten mir ein «Samsung Galaxy Z Flip3» mit deutlichen Abnutzungserscheinungen der Displayfolie am Scharnier. Ob diese Gebrauchsspuren nicht mehr vorkommen, wird die Zukunft zeigen müssen. Dafür dürfte es kaum mehr Schäden durch Wasserbefall geben. Das Flip4 ist neben dem «Samsung Galaxy Z Fold4» als erstes Foldable wasserdicht gemäss IP68-Norm. Das schrie förmlich nach einem Test:
Viele BRACK.CH-Mitarbeitenden fiel das Foldable auf meinem Arbeitsplatz auf und die Reaktionen ähnelten sich. Die meisten sind erstaunt vom praktischen Format, empfinden das Falthandy aber als zu dick. Im Vollformat ist es mit einer Tiefe von 6.9 mm dafür entsprechend schmal und die anderen Dimensionen sind vergleichbar mit klassischen Smartphones. Ebenfalls die Position des Fingerabdrucksensors an der Seite finde ich eine gute Idee. Ich persönlich finde es praktischer als auf dem Display.
Alles im Blick – Ob auf- oder zugeklappt
Immer das Handy aufklappen nur um eine Nachricht zu lesen oder Musik abspielen zu können, das dürfte auf Dauer ziemlich nervig werden. Samsung hat dieses Problem mit einem kleinen Aussendisplay gelöst. Mit diesem könnt ihr Anrufe tätigen oder per «Samsung Pay» Einkäufe bezahlen. Das Menü passt ihr ganz einfach nach euren Wünschen an, auch das Design könnt ihr von einem anderen Galaxy-Gerät übernehmen, wenn ihr das möchtet.
Das Hauptdisplay ist mit 6.7 Zoll beinahe so gross wie Samsungs Flaggschiffmodell «Galaxy S22 Ultra» (6.8"). Das «Samsung Galaxy Z Flip4» bietet eine ansehnliche Betrachtungsfläche, die mit 2640x1080 Pixeln aufgelöst wird. Das AMOLED-Display passt die Bildwiederholfrequenz zwischen 1-120 Hertz automatisch an. Das spart Energie, denn bei der Betrachtung von Fotos sind 120 Hz unnötig. Ins Auge fällt, wie bei den Vorgängermodell, der Knick beim Falz in der Mitte. Je nach Lichteinfall ist dieser mehr oder minder erkennbar. Auch bei der Bedienung des Touchscreens spürte ich den Hubel merklich, gestört hat es bei der Bedienung jedoch nicht.
Befindet sich das Foldable im halb-geöffneten Modus, öffnet sich der Multi-Window-Modus mit einer simplen Wischgeste. Oben wird der Inhalt angezeigt und unten steuert ihr die App. Etwa per Touchpad wie auf einem Notebook oder ihr navigiert im Foto- und Videomodus durch die verschiedenen Einstellungen.
Retro-Feeling mit der Kamera
Erinnert die Formgebung sowieso schon an die klassischen Klapphandys, die Ende der 90er Jahre trendy waren, setzt Samsung bei der Kamera noch mehr Retro-Gefühle frei. Die «Flexcam» erinnert durch die Handposition beim Filmen stark an Camcorder. Wortwörtlich liegt der Vorteil in der Hand – ihr nehmt mit nur einer Hand Videos auf und habt das Foldable fest im Griff, während ihr das Geschehen auf dem oberen Bildschirm betrachtet. Der Aufnahme-Knopf ist per Daumen bequem zu erreichen. Die rechte Hand bleibt frei (natürlich auch für Linkshänder*innen geeignet) etwa für Anweisungen oder ein freundliches Winken.
Im «Samsung Galaxy Z Flip4» ist eine 12+12 Megapixel-Dual-Hauptkamera sowie eine 10 Mpx-Frontkamera verbaut. Dessen Qualität ist identisch mit der S-Serie von Samsung. Ich habe zum Vergleich mein Oppo Find X5 Pro benutzt. Beim Video unter Tageslichtbedingungen ist kaum ein Unterschied erkennbar.
Ebenfalls bei Tageslicht haben Loris und ich die Zoom-Funktion getestet. Zum Vergleich nutzten wir das Oppo Find X5 Pro sowie Apples iPhone 13 Pro. Wie ihr auf dem Vergleichsbild seht, ist das geschossene Foto des Oppo-Smartphones ziemlich blass und hell. Beim Flip4 ist die Qualität allgemein eher bescheiden – das Bild ist verwaschen und körnig. Am besten schneidet das iPhone 13 Pro ab, es liefert satte Farben und ein naturgetreues Sujet.
Zoom-Test 10x
Bereits beim Release der neuesten Samsung Galaxy S-Serie (S22, S22+ und S22 Ultra) wurde der Nachtfotografie viel Aufmerksamkeit geschenkt. Auch Oppo, der Hersteller unseres Vergleichsmodell, warb intensiv für verbesserte Fotos und Videos bei Nacht. Apple bewarb dieses Feature bereits bei der zwölften Generation. Das «Samsung Galaxy Z Flip4» nutzt die Kameratechnik der S-Serie und sollte entsprechend gute Bilder bei dunklen Verhältnissen erzielen.
Bei der Belichtung hat das Oppo alles richtig gemacht. Samsungs Flip4 kann nicht ganz mithalten, der Weissabgleich ist kälter und weniger natürlich. Es wird ordentlich künstlich nachgeschärft. Das iPhone 13 Pro verdunkelt das Motiv deutlicher als die Konkurrenz-Handys.
Nachtfotografie
Das Frontdisplay hat nebst den bereits genannten Features einen weiteren Pluspunkt, der besonders bei Selfies für Begeisterung sorgt. Ihr knipst damit Selbstporträts mit der Hauptkamera anstatt mit der etwas schwächeren Frontkamera – ideal auch bei Gruppenfotos. Die Kamera löst ihr einfach per Geste aus.
Detailverbesserungen auf der technischen Seite
Wie bereits Eingangs erwähnt ist der Sprung vom Flip3 zum Flip4 eher ein Hopser als Weitsprung. Nichtsdestotrotz ist an der Technik ordentlich geschraubt worden. Befeuert wird das Falthandy vom Qualcomm Snapdragon 8+ Gen 1 mit acht Kernen und bis zu 3 GHz Prozessorgeschwindigkeit. Ein 8 GB Arbeitsspeicher unterstützt den Prozessor, bei der täglichen Anwendung kam es nie zu groben Verzögerungen. Kabellose Schnittstellen sind auf aktuellem Niveau mit Wi-Fi 6 und Bluetooth 5.2. Zudem verspricht Samsung, nebst Android 12, für vier weitere Versionen Updates zu liefern.
Mit 3700 mAh wurde der Akku um 300 mAh gestärkt gegenüber seinem Vorgängermodell. Immer wieder erstaunlich, wie es den Entwicklerteams gelingt, die Geräte zu verkleinern und im Gegenzug die Batterielaufzeit zu verlängern. Mit dem optional erhältlichen Wandladegerät ist das Handy innert gut zwei Stunden wieder komplett aufgeladen, die Leistung beträgt dabei maximal 25 Watt. Kabellos sind bis zu 10 Watt möglich, auch in die andere Richtung, um beispielsweise die «Samsung Galaxy Buds2 Pro» aufzuladen.
Samsung Galaxy Buds2 Pro - ein Konzert für die Ohren
Zusammen mit den beiden Foldable-Handys «Samsung Galaxy Z Flip4» und «Samsung Galaxy Z Fold4» sowie den zwei Smartwatch-Modellen «Samsung Galaxy watch5» und Samsung Galaxy watch5 Pro» hat der Hersteller aus Südkorea am 10. August 2022 die «Samsung Galaxy Buds2 Pro»-Kopfhörer beim Unfold-Event vorgestellt. Wir waren live dabei, mehr Infos findet ihr in diesem Blog. Mein Arbeitskollege Patrick überreichte mir das Headset und bat mich, dies zu testen. Eine gute Woche waren sie meine tägliche Audioquelle, auf den nächsten Zeilen teile ich meine Erfahrungen mit euch.
Gemäss der Aussage von Samsung sollen die Buds2 Pro einen unglaublichen Tragekomfort bieten, und zwar für alle Ohrformen, die bei jedem Menschen einzigartig sind. Meine Ohren benötigten eine Woche, bis sie sich an die Kopfhörer gewöhnt haben. Auch bei anderen In-Ears brauche ich ca. eine Woche Eingewöhnungszeit, ich kann die Aussage also nicht bestätigen.
Das Design des winzigen Kopfhörers ist nochmals kleiner und leichter geworden als sein direkter Vorgänger, die Galaxy Buds Pro. Durch die IPX7-Zertifizierung sind die Buds2 Pro ausserdem bis zu einer halben Stunde bei einem Meter Tiefe resistent gegen Wasser. Doch Vorsicht! Dies beschränkt sich auf reines und stehendes Wasser.
Die aktive Geräuschunterdrückung sorgt bei den Buds2 Pro für Ruhe im Alltag. Die neuen Buds isolieren nahezu auf demselben Niveau wie die Apple Airpods Pro. In Kombination mit Musik hörte ich keine Umgebungsgeräusche mehr. Genau das Gegenteil macht der Transparenzmodus – er verstärkt die Umgebungsgeräusche, das steigert die Aufmerksamkeit, beispielsweise im Verkehr. In diesem Modus habe ich bemerkt, dass die Positionierung der Mikrofone eher suboptimal ist. Es strömt Luft hinein, die verstärkt wiedergegeben wird.
Bei aktiviertem Noise-Cancelling und 75% Lautstärke erreichte ich eine Hörzeit von knapp 6 Stunden. Die Schnellladung hat mich zum Staunen gebracht: Nach zehn Minuten im Case addiert sich die Laufzeit der Buds2 um zusätzlich zwei Stunden. Mithilfe des Cases ist eine Einsatzzeit bis zu 20 Stunden möglich. Das Ladecase wird per USB-C oder kabellos über ein Qi-Ladepad (optional) geladen. Smartphones mit Reverse Wireless Charging sind ebenfalls kompatibel.
Fazit
Samsung selbst ordnet das «Samsung Galaxy Z Flip4» im Gegensatz zum «Samsung Galaxy Z Fold4» als soziales Gerät ein. Diesem Statement kann ich nach meinen Test-Erfahrung zustimmen. Ein Lifestyle-Produkt im kompakten und modernen Design.
Das faltbare Handy ist aber mehr als nur ein Style-Artikel. Das Smartphone besticht durch robuste Materialien und sein wasserfestes Gehäuse. Das Aussendisplay ist sehr nützlich und bietet Komfort bei der Bedienung. Voll ausgeklappt braucht es sich mit seiner Displaygrösse und den technischen Eigenschaften nicht vor der Konkurrenz zu verstecken.
In der Vollansicht ist der Falz in der Mitte deutlich spürbar und je nach Lichteinfall mehr oder weniger sichtbar. Während es bei der Bedienung kaum stört, ist der Störfaktor bei der Betrachtung des Displays nicht wegzuleugnen. Zudem ist das Gehäuse anfällig auf Fingerabdrücke und weist rasch diese Art Verschmutzung auf. Dagegen hilft nur putzen oder das optional erhältliche Leder-Cover. Geschmäcker sind bekanntlich verschieden, aber meiner Meinung nach zerstört die Schutzhülle durch seine eigenwillige Formgebung die schöne Linienführung des Z Flip4.
Trotz diesen Kritikpunkten ist das Flip4 eine markante Verbesserung zum Flip3. Das Foldable im Hosentaschen-Format wirkt edel und hochwertig, meistert tagtägliche Aufgaben wie Nachrichten schreiben, Fotos knipsen oder mobile Gaming problemlos und bietet mit seinem Aussendisplay und intelligenten Faltkonzept einen Mehrwert gegenüber klassischen Smartphones.
Loris Fazit zu den «Samsung Galaxy Buds2 Pro»-Kopfhörern:
Im Ladecase steht «Sound by AKG» - wie so oft hat mich dieser Audiohersteller nicht enttäuscht. Ausgewogene satte Bässe und klare angenehme Höhen haben mich strahlen lassen. Ich höre täglich viele Stunden Musik, doch mit den Buds2 Pro ist das ein ganz neues Erlebnis. Die «Samsung Galaxy Buds2 Pro» liefern neu 24-bit Audio, für eine erhöhte Audioqualität. Ich konnte keinen Unterschied feststellen, aber vielleicht ist das Hörempfinden so individuell wie jedes menschliche Ohr.
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Bereits in jungen Jahren erhielt ich meinen ersten Computer. Bald darauf kam ich mit den ersten PC-Komponenten in Berührung und habe diese zur Leistungssteigerung eingebaut. Dabei half mir meine Leidenschaft für Gaming und Technik, die bis heute ungebrochen ist. Regelmässig informiere ich mich über die neusten Trends in der Computerwelt, sei es für Business, Home-Office oder Multimedia. Dazu gehören auch die neuesten Mobilgeräte und all ihre Gadgets.
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