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Oppos Foldable Find N2 Flip im Test: Faltenlos glücklich?

21.02.2023

Es mussten ein paar Jahre vergehen, bis auch Oppo ein Falt-Handy im Schweizer Markt einführt. Dem OPPO Find N2 Flip gebührt diese Ehre – doch nicht nur das: es ist zudem das erste Smartphone des chinesischen Herstellers im «Flip-Design». Im Test prüfen wir, ob sich die lange Wartezeit gelohnt hat. Wie wurde der Falz umgesetzt? Wie nützlich ist das Frontdisplay und was kann das Foldable sonst noch?

Im Dezember letzten Jahres erhielten wir im Rahmen der OPPO Inno Days 2022 Informationen, welche Pläne Oppo bezüglich faltbaren Smartphones hat. Kaum ist diese Veranstaltung vorbei, halte ich auch schon das OPPO Find N2 Flip in meinen Händen. In den paar Tagen seit dem Release (15.02.2023) konnte ich einige Erkenntnisse gewinnen, die ich euch nicht vorenthalten möchte.

Ordentlicher Lieferumfang in einer schicken Verpackung

Als das Paket im Büro ankam, war ich überrascht von dessen Grösse. Beim Öffnen sah ich die Verpackung und diese ist recht ansprechend.

Dass bei Smartphones keine Kopfhörer mehr beiliegen, daran habe ich mich gewöhnt. Auch beim OPPO Find N2 Flip liegen keine bei. Dafür gibt es ein Netzteil (auch nicht mehr selbstverständlich!), ein Ladekabel und sogar eine Schutzhülle. Diese gewinnt sicherlich keinen Schönheitspreis, erfüllt aber ihren Zweck. Andere Hersteller sind da deutlich knausriger.


Das Design – Falz ade?

Im Spätsommer 2022 ging der Mitbewerber Samsung mit der bereits vierten Generation seines Flip-Modells an den Start. In Test stellte ich fest, dass die Falte in der Mitte des Displays mich persönlich doch störte. Auf dem Bild links seht ihr diese Unebenheit recht deutlich. Rechts zum Vergleich, wie dies beim Oppo-Modell aussieht:

Ihr seht, dass ihr nichts seht 😉. Aber Obacht! Die Unebenheit ist nicht verschwunden. Fahrt ihr mit dem Finger über das Display, ist der «Hubel» spürbar, jedoch im akzeptablen Bereich. Die lange Entwicklungszeit hat sich gelohnt – wirklich sichtbar ist der Falz nur, wenn ihr das Handy direkt ins Licht haltet. Dank dem «Waterdrop»-Scharnier entsteht keine Lücke zwischen den zwei Smartphone-Hälften, wenn dies zugeklappt ist. Auch wenn es geöffnet ist, sind die Scharniere gut ins Gesamtkonzept eingebettet.

Im Allgemeinen gefällt mir die Gestaltung des Falthandys sehr gut. Im ausgeklappten Zustand ist es schmal und zusammengeklappt passt es locker in jede Hosentasche.

Die Anordnung der Kameras sowie des Frontdisplays ist gelungen. Der vordere Bildschirm ist bei der Einhand-Bedienung mühelos mit dem Daumen erreichbar. Einzig schade ist, dass sich das Handy nicht mit einer Hand aufklappen lässt, ähnlich wie bei den Klapphandys, die kurz nach der Jahrtausendwende Hochkonjunktur hatten. Erhältlich ist das Foldable in zwei Farben – Lila oder Schwarz.

Der Front-Bildschirm ist mit 3.26 Zoll gross genug, um schnell Inhalte anzusehen oder gewisse Apps zu steuern. Beantwortet Nachrichten mit vorgefertigten Texten rasch und simpel oder springt zum nächsten Musiktitel. Der Hintergrund des vorderen Displays lässt sich zudem individuell gestalten. Wie wäre es etwa mit einem Urlaubsfoto aus eurem Album oder einem interaktiven Haustier? 😊

Von grossem Nutzen ist das im Hochformat konzipierte Mini-Display beim Fotografieren und Filmen. Mehr dazu im nächsten Abschnitt.

Filmen und Fotografieren – Neue Möglichkeiten entdecken

Das Oppo Find N2 Flip nutzt ähnliche Kameras wie das Flaggschiff-Modell, das Oppo Find X5 Pro:

Kamera-Typ

Oppo Find N2 Flip

Oppo Find X5 Pro

Hauptkamera

50 MP mit f/1.8 und 86° Sichtfeld ohne OIS (Bildstabilisator)

50 MP mit f/1.7 und 80° Sichtfeld sowie 5-Achsen-OIS (Bildstabilisator)

Ultraweitwinkelkamera

8 MP mit f/2.2 und 112° Sichtfeld

50 MP mit f/2.2 und 110° Sichtfeld

Frontkamera

32 MP mit f/2.4 und 90° Sichtwinkel

32 MP mit f/2.4 und 90° Sichtwinkel

In meinem Test zum Find X5 Pro überzeugten Filme und Bilder bei Nacht. Um zu prüfen, wie sich das Foldable im Gegensatz zum klassischen Smartphone schlägt, war ich bereits früh morgens unterwegs. Bei einer der berühmtesten Bahnschranken der Schweiz filmte ich das Vorbeifahren zweier Züge. Im ersten Video die Aufnahme mit dem N2 Flip und im Zweiten jene mit dem Find X5 Pro.

Das Video vom Flip überzeugt mich eine Spur mehr. Die Beleuchtung ist ein wenig detaillierter, beide Clips schenken sich aber wenig.

Auch beim Fotografieren unter schwierigen Lichtverhältnissen profitiert das Foldable von den Sony-Linsen.

Links fotografiert im Nachtmodus, rechts bei mehr Tageslicht und ohne speziellen Modus

Bei guten Lichtverhältnissen am Tage sind die Bilder ebenfalls von guter Qualität.

Schwächen zeigt die Kamera beim Zoom. Bis zu fünffacher Vergrösserung sehen die Fotos gut aus, je weiter der Zoom (optisch max. 2-fach) geht, desto mehr verpixelt das Motiv. In der Bildgalerie haben wir beim Papageitaucher folgende Zoom-Stufen verwendet (von links nach rechts): 0x, 5x, 10x, 20x

Selfies mit der Frontkamera sind so einfach handzuhaben wie bei jedem anderen Smartphone auch. Die Bildqualität ist in Ordnung, lässt sich aber steigern, indem ihr die hochwertigere Hauptkamera nutzt.

Und wie geht das? Jetzt kommt das Frontdisplay zum Zug. Habt ihr das Falthandy halb aufgeklappt, stellt ihr es auf einen Tisch oder sonstigen festen Untergrund. Mit einer kleinen Touch-Berührung auf das entsprechende Symbol wird euer Abbild auf den vorderen Bildschirm übertragen. Die Vorteile sind eindeutig: Durch die stabile Platzierung auf einem Möbel oder sonstigem Gegenstand ist Verwackeln ausgeschlossen. Zudem schaut ihr quasi in euer Spiegelbild und seid vorbereitet, wenn die Kamera auslöst. Am besten noch einen Countdown setzen, dann habt ihr etwas mehr Zeit. Wenn eure Haare sitzen und die Mimik stimmt, haltet eure Hand vor die Kamera (Gestensteuerung) – und so fix ist ein Qualitäts-Selfie entstanden. Auch beim Filmen ist die Faltbarkeit ein Pluspunkt.

Was es sonst noch zu berichten gibt – Display, Speicher, Akku, etc.

Das Hauptdisplay besitzt eine Diagonale von 6.8 Zoll. Die Grösse ist vergleichbar mit anderen Smartphones. Aufgelöst wird das AMOLED mit Full HD+ (2560 x 1080 Pixel). Fast schon eine Selbstverständlichkeit sind die 120 Hz Bildwiederholrate, die sich dynamisch bis zu einem Hertz anpasst – je nach Funktion. Der TüV Rheinland hat den Faltmechanismus 400'000-mal getestet und das Oppo-Foldable hat den Test bestanden

Die Diagonale des Zweitbildschirms misst 3.26 Zoll und löst mit 720 x 382 Pixeln auf. Es handelt sich wie beim Hauptdisplay um ein AMOLED-Display. Die Helligkeit beträgt 500 Nits, während die Hauptanzeige bis zu 1200 Nits nutzt, damit diese auch bei direkter Sonneneinstrahlung gut lesbar ist.

Der Akku hält bei normalem Gebrauch bis zu 16 Stunden. Aufgeladen wird mit bis zu 44 Watt – 100% volle Ladung werden nach maximal gut einer Stunde erreicht. 8 GB Arbeitsspeicher sowie der Dimensity 9000+-Prozessor von Mediatek sorgen für schnelles Aufrufen von Apps. Für Fotos, Videos und andere Dateien stehen maximal 256 GB Speicher zur Verfügung.

Fazit

Geht es euch wie mir und die immer grösser werdenden Handys passen kaum noch in eure Hosentasche? Ihr wünscht euch ein kompakteres Smartphone, bei dem ihr aber keine Abstriche in Sachen Bedienbarkeit und Technik machen müsst?

Dann ist der Griff zum OPPO Find N2 Flip naheliegend. Mit einer Hand zugeklappt, passt es mit einer geringen Höhe von gerade mal 8.55 cm in jede noch so kleine Tasche. Dazu gibt es gute Kameras, die auch bei schwierigen Lichtverhältnissen Bilder und Videos ohne grosse Qualitätseinbussen liefern.

Beim Zoom ist Luft nach oben. Da hat die Konkurrenz, wie etwa das Samsung Galaxy Z Flip4, die Nase vorn. Gemäss externer Prüfungsanstalt könnt ihr das Foldable fast eine halbe Million mal auf- bzw. zuklappen ohne Abnutzungsspuren am Scharnier oder Display befürchten zu müssen. Das Frontdisplay überzeugt mit ausgeklügelten Features. Damit könnt ihr schnell die wichtigsten Anwendungen steuern, ohne das Foldable ganz aufklappen zu müssen.

Schönes Design, zwei hochwertige Displays und ein kaum sicht- und fühlbarer Falz: Oppo macht vor, wie Falthandys in Zukunft auszusehen haben.

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Patrick Lang

Content Marketing Manager

Bereits in jungen Jahren erhielt ich meinen ersten Computer. Bald darauf kam ich mit den ersten PC-Komponenten in Berührung und habe diese zur Leistungssteigerung eingebaut. Dabei half mir meine Leidenschaft für Gaming und Technik, die bis heute ungebrochen ist. Regelmässig informiere ich mich über die neusten Trends in der Computerwelt, sei es für Business, Home-Office oder Multimedia. Dazu gehören auch die neuesten Mobilgeräte und all ihre Gadgets.

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