
Samsung SSD T9 im Test: klein, aber oho!
Netterweise überliess uns Samsung bereits vor dem offiziellen Release (Mitte Oktober 2023) ein Testmuster ihrer neuesten SSD, der T9. Im Gegensatz zum Vorgänger T7 ist nun auch das Standardmodell dank Gummiummantelung gut gegen physische Beschädigungen geschützt. Doch was kann der Speicher im Hosentaschenformat sonst noch? Mit unserem Härtetest liefern wir Antworten.
Im April letzten Jahres veröffentlichte der koreanische Hersteller mit der T7 Shield eine SSD (Solid State Drive), die zu überzeugen wusste. Siehe dazu den entsprechenden Beitrag hier. Wie steht es um den Nachfolger? Noch widerstandsfähiger? Noch schneller? Noch besser?
Ein Blick in die Box
Die SSD T9 von Samsung wird in einer schlichten Verpackung geliefert. Diese beinhaltet alles, was ihr zur Verwendung eines externen Speichers benötigt.
Zum Rundum-sorglos-Paket gehört:
- Solid State Drive (SSD)
- 1x USB-C-auf-USB-C-Kabel
- 1x USB-C auf USB-A-Kabel
- Bedienungsanleitung
Alle Materialien sind recyclebar: vorbildlich. Wie ihr auf dem Bild seht, haben wir zum Testen das Modell mit einer Speicherkapazität von 2 TB erhalten. Nebst dieser Variante gibt es zwei weitere: eine mit einem und eine mit vier Terabyte Speicher. Bei der T7 Shield gab es neben Schwarz noch die Farben Blau und Beige. Die T9 gibt es nur in Schwarz. Schade, aber eventuell kommen später weitere Farben dazu.
Vielseitig einsetzbar
Die portable SSD von Samsung ist auf Mobilität getrimmt. Sie dient unter anderem als externer Speicher für klassische Rechner, also PCs und Laptops mit Windows- oder Mac-Betriebssystem. Doch das ist nicht alles. Du benötigst zusätzlichen Platz für Spiele auf der Playstation oder der Xbox? Kein Problem!
Die SSD einfach an einen freien USB-Port anschliessen und ihr habt wieder massig Platz für Games. Auch Profi-Fotografen werden nicht aussen vor gelassen.
Fotos und Videos auf die SSD übertragen und schon habt ihr wieder Platz für mehr Bildmaterial.
Gleich nach Apple belegt Samsung beim Anteil an Smartphone-Nutzern in der Schweiz den zweiten Rang. Entsprechend wichtig ist es dem koreanischen Hersteller, dass die SSD auch in Verbindung mit einem Handy funktioniert. Wenn der mobile Begleiter Googles Betriebssystem Android nutzt, geht dies völlig problemlos. Gehört ihr zu den Glücklichen, die ein iPhone 15 ihr Eigen nennen können, dann gibt es gute Nachrichten.
Da nun auch der amerikanische Tech-Riese beim iPhone 15 von einem Lightning- auf einen USB-C-Anschluss umgestiegen ist, wird die T9 problemlos erkannt. Sie ermöglicht es euch auf eure Bilder, Videos und weitere Daten zuzugreifen - ganz ohne zusätzliche Apps.


Lahme Ente oder pfeilschneller Kolibri?
Während die Samsung SSD T7 Shield noch mit USB-C 3.2 Gen. 2 ausgestattet war, hat die T9 eine USB-C-Schnittstelle 3.2 Gen. 2x2. Verwirrt? Da hilft unser USB-Ratgeber weiter:
Einfacher ausgedrückt: USB 3.2 Gen. 2x2 lässt eine maximale Datenübertragung von bis zu 20 GB/s zu, während es bei USB 3.2 Gen. 2 die Hälfte ist, nämlich 10 GB/s. Doch stimmen diese Zahlen? Zur Überprüfung habe ich das Programm «AS SSD» genutzt. Verbunden war die SSD mit dem mitgelieferten USB-C-auf-USB-C-Kabel sowie einem entsprechenden USB-C 3.2 Gen. 2x2-Port an meinem Rechner.
Ermittelt wird die Performance mit sechs synthetischen Tests, bei denen sequentielle Lese- und Schreibgeschwindigkeiten gemessen werden. Zusätzlich muss die SSD auch noch drei Kopie-Aufgaben erledigen. Gemäss Datenblatt von Samsung beträgt die Schreibgeschwindigkeit bis zu 1950 MB/s und die Lesegeschwindigkeit bis zu 2000 MB/s. Diese Werte werden beinahe erreicht, ein gutes Resultat für die SSD T9 von Samsung.
Allen Widerständen zum Trotz
Die T9 ist ein Koryphäe, wenn es um Schutz gegen äussere Einflüsse geht. Ob Stürze aus bis zu drei Metern Höhe, niedrige Temperaturen bis zu -40°C oder Höchsttemperaturen bis zu +85°C (im nicht-operativen Modus), die SSD hält das aus. Sogar Feuchtigkeit oder ein Überfahren mit einem Kraftwagen (bis zu fünf Tonnen) beschert dem externen Speicher nicht mal ein müdes Lächeln. Unsere Lernenden haben ihn auf Herz und Nieren getestet.
Die gummierte Schutzhülle weiss ihren Dienst zu tätigen. Der einziger Minus-Punkt: sie zieht Staub magisch an.
Physische Sicherheit ist eine der Bedrohungen für jeden externen Speicher, die Cyber-Bedrohung eine andere. Auch dagegen ist die SSD gewappnet…
… dank Passwort-Schutz mit AES 256-Bit-Verschlüsselung.
Leistungseinbussen durch Überhitzung werden durch den «Dynamic Thermal Guard» von Samsung verhindert. Überwachen lässt sich der Speicher mittels Samsungs hauseigener Software «Magician».
Wenn ihr wie ich einen weiteren Samsung-Speicher zeitgleich nutzt (Samsung SSD 980 PRO), wird dieser ebenfalls im Tool angezeigt.
Fazit
Winzig, robust und schnell, das beschreibt die Samsung SSD T9 in wenigen Worten ziemlich gut. Mit einer Grösse im Format einer Kreditkarte sowie einem Gewicht von nur 122 Gramm ist der externe Speicher für unterwegs bestens geeignet.
Die SSD ist schnell, jedoch schade, dass nicht gleich USB4 oder Thunderbolt als Schnittstelle dient, dann wäre die Datenübertragung noch schneller. Dafür punktet der Speicher beim Schutz gegen Schäden und bei der Überwachung. Mit mehr Farben zur Auswahl würde Samsung sicherlich noch mehr Geschmäcker abdecken. Die Schutzhülle setzt jedoch stylische Akzente.
Content Marketing Manager
Bereits in jungen Jahren erhielt ich meinen ersten Computer. Bald darauf kam ich mit den ersten PC-Komponenten in Berührung und habe diese zur Leistungssteigerung eingebaut. Dabei half mir meine Leidenschaft für Gaming und Technik, die bis heute ungebrochen ist. Regelmässig informiere ich mich über die neusten Trends in der Computerwelt, sei es für Business, Home-Office oder Multimedia. Dazu gehören auch die neuesten Mobilgeräte und all ihre Gadgets.
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