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Finden Sie das passende Heizgerät für Ihren Aussenbereich

12.11.2024

Die Abende im Frühling und Herbst haben gegenüber denjenigen im Sommer den Nachteil, dass die Lufttemperatur deutlich kühler ist. Ein Aussenheizgerät ermöglicht Ihnen und Ihren Gästen, den Tag dennoch draussen ausklingen zu lassen, ohne sich in eine zusätzliche Kleidungsschicht zu hüllen. Wir zeigen Ihnen in diesem Beitrag, welche Geräte für diesen Zweck infrage kommen und worin sie sich unterscheiden.

Kurz und knapp

  • Für das Heizen von Aussenbereichen eignen sich vor allem Geräte wie Heizstrahler und Terrassenheizer, die Wärmestrahlung erzeugen.
  • Infrarotlicht ist für den Körper völlig ungefährlich und fühlt sich auf der Haut an wie wärmende Sonnenstrahlen.
  • Heizstrahler werden üblicherweise an der Hauswand montiert und lassen sich im Neigungswinkel nach unten und oben anpassen.
  • Einen Terrassenheizer stellen Sie je nach Modell entweder in die Mitte oder an den Rand des zu heizenden Bereichs.
  • Viele Feuerschalen und -körbe sind neben ihrer Funktion als stimmungsvolle Licht- und Wärmequelle auch zum Grillieren geeignet.
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Unterschiedliche rechtliche Situationen je nach Kanton

Bitte beachten Sie, dass in gewissen Kantonen der Einsatz von Aussenheizungen in öffentlichen und/oder privaten Bereichen nicht oder nur unter bestimmten Auflagen gestattet ist. Wir empfehlen Ihnen deshalb, sich vor dem Kauf eines Terrassenheizers bei Ihrer Gemeinde über die rechtliche Situation zu informieren.

Strombetriebene Balkon- und Terrassenheizer

Zum Heizen eines Balkons oder einer Terrasse bieten sich vor allem Infrarot-Heizstrahler und -Terrassenheizer an. Die von diesen Geräten erzeugte Wärmestrahlung wird von Menschen, Tieren, Wänden, Möbeln etc. aufgenommen, als Wärme gespeichert und nach und nach wieder an die Umgebung abgegeben. Auf der Haut fühlt sie sich sehr ähnlich an wie wärmendes Sonnenlicht, das ebenfalls zu einem bedeutsamen Teil als Infrarotstrahlung zu uns gelangt. Im Gegensatz zum ultravioletten Anteil der Sonnenstrahlung ist das Infrarotlicht für unseren Körper völlig ungefährlich.

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Unterschiedliche Wellenlängen

Kurzwellige Infrarotstrahlung (IR-A) hat eine Wellenlänge von 0,78 bis 1,4 μm (Mikrometer). Sie wärmt Personen und Tiere direkt und nicht über die Umgebungsluft. Da sie bis in das Unterhautgewebe eindringt, erzeugt sie eine tiefe und intensive Wärmeempfindung. Wind beeinflusst sie kaum, sodass sich Heizgeräte mit IR-A-Wärmestrahlung auch für offene Terrassen eignen. Die meisten Infrarotstrahler, beispielsweise solche mit Heizelementen aus Halogen oder Carbon, erzeugen kurzwellige Strahlung.

Mittelwellige Infrarotstrahlung (IR-B) hat eine Wellenlänge von 1,4 bis 3 μm. Sie wärmt ebenfalls Personen und Tiere direkt, dringt dabei aber nicht so tief in die Haut ein wie IR-A. Wind hat bei dieser Wellenlänge bereits einen Einfluss auf die Wärmeausbreitung. Aus diesem Grund ist mittelwelliges Infrarot, wie es beispielsweise Quarz-Heizelemente oder Dunkelstrahler erzeugen, besser für geschlossene Terrassen geeignet.

Langwellige Infrarotstrahlung (IR-C) hat eine Wellenlänge von 3 μm bis 1 mm. Sie dringt kaum in die Haut ein und erzeugt deshalb nur ein oberflächliches Wärmegefühl. Sie ist anfällig auf Luftzug und deshalb nur für Innenräume und ggf. geschlossene Terrassen geeignet.

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Strombetriebene Heizstrahler werden üblicherweise an der Hauswand montiert und können in den meisten Fällen noch ausgerichtet werden. Quelle: Adobe Stock | 852934695

Einen Heizstrahler montieren Sie üblicherweise an der Hauswand, während Sie einen Terrassenheizer auf dem Boden aufstellen. Beide Geräte richten Sie so aus, dass ihre Wärmestrahlen einen möglichst grossen Teil des zu heizenden Bereiches erreichen. Beide erzeugen auf Knopfdruck sofortige Wärme ohne störende Gerüche oder Geräusche und ohne vorherige Aufheizzeit.

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Was ist ein Schwarz- bzw. Dunkelstrahler?

Bei einem normalen Heizstrahler, einem sogenannten Hellstrahler, ist das Licht des glühenden Heizelements gut sichtbar und kann auch als Lichtquelle dienen. Im Gegensatz dazu verbreitet ein Dunkelstrahler kaum Licht, weil sein Heizelement mit einer Keramik- oder Metallplatte abgedeckt ist. Aus diesem Grund ist bei einem Schwarzstrahler die Brandgefahr und das Verletzungsrisiko durch eine Verbrennung geringer. Die Hitzeentwicklung ist langsamer und weniger intensiv als bei einem Hellstrahler, was in grossen Räumen ein Nachteil sein kann. Viele Menschen empfinden jedoch die geringere Intensität der mittel- bis langwelligen Strahlen als angenehmer auf der Haut.

Um Ihre Terrasse oder Ihren Balkon mit Strom heizen zu können, benötigen Sie am gewünschten Aufstell- oder Montageort eine Steckdose. Nicht nur das Gerät selbst, sondern auch die Steckdose sollten zu diesem Zweck so gut wie möglich vor Regen und Spritzwasser geschützt sein.

Angabe der IP-Schutzart bei Elektrogeräten

Die Schutzart gibt an, in welchem Mass ein elektronisches Gerät vor dem Eindringen von Schmutz, Staub, Wasser und festen Körpern geschützt ist. Sie besteht aus den beiden Buchstaben IP (für International Protection), zwei Ziffern und zwei optionalen Buchstaben, die üblicherweise bei Haushaltsgeräten keine Rolle spielen.

Die Bedeutungen der beiden Ziffern können Sie den folgenden Tabellen entnehmen:

  1. Kennziffer
Schutz gegen FremdkörperSchutz gegen Berührung
0Nicht geschütztNicht geschützt
1Geschützt gegen Fremdkörper mit Durchmesser ≥ 50 mmGeschützt gegen den Zugang mit dem Handrücken
2Geschützt gegen Fremdkörper mit Durchmesser ≥ 12.5 mmGeschützt gegen den Zugang mit einem Finger
3Geschützt gegen Fremdkörper mit Durchmesser ≥ 2.5 mmGeschützt gegen den Zugang mit einem Werkzeug
4Geschützt gegen Fremdkörper mit Durchmesser ≥ 1 mmGeschützt gegen den Zugang mit einem Draht
5Geschützt gegen Staub in schädigender MengeVollständiger Schutz gegen Berührung
6StaubdichtVollständiger Schutz gegen Berührung

2. KennzifferSchutz gegen Wasser
0Nicht geschützt
1Geschützt gegen Tropfwasser
2Geschützt gegen fallendes Tropfwasser bei bis zu 15° geneigtem Gehäuse
3Geschützt gegen fallendes Sprühwasser bis 60° gegen die Senkrechte
4Geschützt gegen allseitiges Sprühwasser
5Geschützt gegen Strahlwasser (Düse) aus beliebigem Winkel
6Geschützt gegen starkes Strahlwasser
7Geschützt gegen zeitweiliges Untertauchen
8Geschützt gegen dauerndes Untertauchen bis 1 m Wassertiefe (sofern nicht anders angegeben)
9Geschützt gegen Wasser bei Hochdruck- und Dampfstrahlreinigung


Wenn eine der beiden Ziffern nicht angegeben wird, da sie für das Produkt nicht relevant ist, wird sie durch ein X ersetzt. IPX5 steht folglich für ein Gerät, dessen Staub- oder Berührungsschutz keine Rolle spielt und das gegen das Strahlwasser aus einer Düse geschützt ist.

Bei Heizgeräten wird die Schutzart nur angegeben, wenn sie für die Verwendung relevant ist. Beispielsweise, wenn das betreffende Gerät für die Verwendung im Badezimmer oder im Freien vorgesehen ist. In diesen Fällen finden Sie die entsprechende Angabe auf der Produktdetailseite in den Spezifikationen unter «Schutzklasse».

    Gasbetriebene Camping- und Terrassenheizer

    Neben elektrischen Infrarotstrahlern sind in Aussenbereichen – insbesondere in der Gastronomie – auch gasbetriebene Terrassenheizer verbreitet. Diese Heizpilze, wie sie aufgrund ihrer speziellen Form oft genannt werden, haben einen höheren Wärmeverlust als die strombetriebenen Terrassenheizer. Üblicherweise heizen sie in alle Richtungen, es gibt aber auch Modelle mit einem Reflektor, der die entstehende Wärmestrahlung in einem bestimmten Winkel in eine Richtung lenkt.

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    Lassen Sie die Wärme nicht entkommen

    Da bei tiefen Temperaturen die Wärme schnell an die kühlere Umgebung abgegeben wird, ist das Heizen draussen grundsätzlich mit einem höheren Energieaufwand verbunden. Mit einem Dach und Seitenwänden wirken Sie diesem Wärmeverlust teilweise entgegen und verbrauchen weniger Energie, um Ihre Terrasse warmzuhalten.

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    Die gasbetriebenen Terrassenheizer werden wegen ihrer runden, reflektierenden Metallhüte oft als Heizpilze bezeichnet. Quelle: Adobe Stock | 481249360

    Als kleinere und mobilere Version eines gasbetriebenen Terrassenheizers verbrennt ein Campingheizer Flüssiggas und erwärmt so die Umgebung. Sein grosser Vorteil ist, dass Sie für den Betrieb nicht auf eine Stromquelle angewiesen sind. Gleichzeitig bedeutet das aber auch, dass Sie stattdessen eine Gasflasche benötigen – oder bei längerer Verwendung sogar mehrere.

    Da bei der Verbrennung des Gases auch giftiges Kohlenmonoxid (CO) und in hoher Konzentration ebenfalls schädliches Kohlendioxid (CO₂) entstehen, dürfen Sie einen Gasheizer üblicherweise nur im Freien verwenden. Abgesehen davon sollten Sie vor dem Einsatz auch die Geruchsbildung und eine mögliche Brandgefahr bedenken.

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    Sicherheitshinweise in der Bedienungsanleitung beachten

    Grundsätzlich sollten Sie bei jedem Elektrogerät vor der ersten Verwendung die Bedienungsanleitung aufmerksam durchlesen.

    Bei gasbetriebenen Heizgeräten sind die dort aufgeführten Sicherheitshinweise und -bestimmungen jedoch besonders wichtig. Denn zu den Gefahren, die ein Gerät mit sich bringt, welches viel Hitze entwickelt, kommt hier noch der korrekte Umgang mit den Gasflaschen hinzu.

      Feuerstellen und Feuerschalen

      Holz dient seit Zehntausenden von Jahren nicht nur dazu, unsere Nahrung zu kochen, sondern spendet uns auch Wärme. Neben dem Raucharoma machen das Knistern und Flackern des Feuers einen Teil der faszinierenden Lagerfeuerstimmung aus. Die Wärme, die das brennende Holz abgibt, ist in den meisten Fällen eher ein Nebeneffekt, der an kalten Tagen natürlich sehr willkommen ist.

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      Feuerschalen und -körbe dienen als stimmungsvolle Licht- und Wärmequellen. Quelle: Adobe Stock | 453767025

      Feuerschalen aus Keramik oder pulverbeschichtetem Metall bieten Ihnen eine stilvolle und sichere Möglichkeit, Ihr Feuerholz im Garten zu verbrennen. Einige Modelle sind zusätzlich mit einem Aufsatz zum Grillieren ausgestattet.

      Feuerkörbe bestehen üblicherweise ebenfalls aus Metall mit einer Pulverbeschichtung, sind aber meist geräumiger und vor allem höher als Feuerschalen. Modelle mit offenem Boden sind besonders gut durchlüftet, und üblicherweise mit einer darunter liegenden Glutschale ausgestattet.

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      Offenes Feuer im Garten nicht überall erlaubt

      Ob Sie im Garten eine Feuerstelle verwenden bzw. ein offenes Feuer entfachen dürfen, hängt von den feuerpolizeilichen Vorschriften an Ihrem Wohnort ab. Üblicherweise sind diese Vorschriften kantonal geregelt, Gemeinden können jedoch in gewissen Fällen Ausnahmen oder Sonderregelungen treffen. Klären Sie also zur Sicherheit vor einem Kauf bei Ihrer Gemeinde ab, wie die rechtliche Situation aussieht.

      Abgesehen davon benötigen Sie um eine Feuerschale oder einen Feuerkorb herum genügend Platz, damit weder Personen noch möglicherweise entzündliche Objekte den Flammen zu nahe kommen. Aus diesem Grund sind solche Feuerstellen für die meisten Balkone nicht geeignet.

      Bitte beachten Sie auch die Vorschriften zum Verbrennen von Holz. Sie dürfen lediglich unbehandeltes Holz verbrennen, aber keine Möbel, Holzverpackungen oder anderweitig industriell verwendetes Holz.

        Unterschiedliche Geräte für verschiedene Anforderungen

        Ein Heizstrahler wärmt Sie auf Ihrer Terrasse oder Ihrem Balkon einfach und zuverlässig, wenn Sie den Aufwand der Wandmontage nicht scheuen. Ein elektrischer Terrassenheizer ist vor allem für grössere Aussenplätze geeignet, wo keine Wand, aber dafür eine Steckdose in der Nähe ist. Ganz ohne elektrischen Strom, aber dafür mit Flüssiggasflaschen, bieten Ihnen gasbetriebene Terrassen- oder Campingheizer flexible Heizquellen für draussen, die Sie auch in die Campingferien mitnehmen können. Wenn Sie hingegen Lagerfeuerstimmung mögen, gerne mit Holz grillieren und einen geeigneten Platz in Ihrem Garten haben, finden Sie in unserem Sortiment bestimmt eine passende Feuerschale.

        In je einem separaten Beitrag finden Sie Informationen zu Heizgeräten für Innenräume sowie zu möglichen Ausstattungsmerkmalen und Funktionen von Heizgeräten.

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