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15 Eigenschaften und Funktionen, die ein Heizgerät besonders praktisch machen

12.11.2024

Der Hauptzweck eines Heizgeräts besteht unbestreitbar darin, Wärme zu erzeugen und einen Raum oder sich darin befindende Personen und Tiere aufzuwärmen. Darüber hinaus unterscheiden sich die Geräte aber teilweise stark in Bezug auf ihre Ausstattung und Zusatzfunktionen. Die wichtigsten Eigenschaften stellen wir Ihnen in den folgenden Abschnitten vor und erklären, zu welchen Zwecken Sie sie nutzen können. Die Reihenfolge ist dabei thematisch geordnet und enthält keine Wertung oder Rangliste.

Kurz und knapp

  • Viele Heizgeräte können Sie nicht nur über die Tasten am Apparat bedienen, sondern auch über eine Fernbedienung oder durch eine App auf Ihrem Smartphone oder Tablet.
  • Bestimmte Ausstattungsmerkmale wie ein Display, eine Zeitschaltuhr, ein Ruhemodus oder Transporthilfen wie Rollen, ein Tragegriff oder eine Kabelaufwicklung gestalten die Verwendung besonders komfortabel.
  • Kombigeräte erfüllen neben dem Heizen mindestens einen weiteren Zweck und befeuchten beispielsweise die Raumluft oder erfrischen Sie an heissen Sommertagen mit einem kühlen Luftstrom.
  • Unterschiedliche Sicherheitsmechanismen wie ein Überhitzungs- oder Kippschutz sorgen dafür, dass sich das Gerät in potenziell gefährlichen Situationen selbstständig ausschaltet.

Eigenschaft 1: Timer

Wenn Sie die Timerfunktion nutzen, brauchen Sie das Gerät zum gewünschten Zeitpunkt nicht manuell ein- und auszuschalten, das übernimmt das Gerät gleich selbst. So können Sie beispielsweise morgens noch vor dem Aufstehen das Badezimmer vorwärmen oder nachts erst nach dem Einschlafen den Heizer im Gästezimmer ausschalten lassen.

Die Funktionsweise und Nützlichkeit eines Timers sind nicht bei jedem Heizgerät gleich. Meistens legen Sie zwei Uhrzeiten fest, zu denen der Apparat selbstständig ein- und später wieder ausschaltet. In manchen Fällen können Sie sogar für die sieben Wochentage unterschiedliche Zeiten programmieren.

Wichtig bei der Verwendung des Timers ist, dass sich das Gerät zum Zeitpunkt des Einschaltens in betriebsbereitem Zustand und an einem dafür geeigneten Platz befindet. Das Gehäuse sowie allenfalls vorhandene Lüftungsschlitze dürfen zudem nicht verdeckt sein.

Eigenschaft 2: Fernbedienung oder App-Steuerung

Die meisten Heizgeräte bedienen Sie über die Tasten direkt am Apparat. Mehr Komfort bieten Geräte mit Fernbedienung oder solche, die Sie über WLAN oder Bluetooth mit Ihren Mobilgeräten mittels einer zugehörigen App steuern. Besonders moderne Geräte können Sie sogar in Ihr Smart-Home-System einbinden und automatisiert über sogenannte Szenarien kontrollieren – oder teilweise sogar über einen Sprachassistenten.

Der Umfang der fernsteuerbaren Funktionen ist von Gerät zu Gerät unterschiedlich. Üblicherweise können Sie mit der Fernbedienung das Gerät ein- und ausschalten. Falls vorhanden, lassen sich auch die Betriebsdauer (Timer) sowie unterschiedliche Betriebsmodi und Temperatur- bzw. Leistungsstufen wählen. Eine App bietet zusätzlich zu diesen Bedienungsmöglichkeiten einen erweiterten Funktionsumfang. Je nach Hersteller und App können Sie beispielsweise mehrere gleiche Geräte in verschiedenen Zimmern steuern, Zugriffsberechtigungen verwalten oder Betriebs- und Verbrauchsstatistiken anschauen. Viele Apps zeigen Ihnen die Temperatur sowie bestimmte Meldungen oder Informationen wie beispielsweise den aktuellen Stromverbrauch an, lassen Sie Zeitpläne erstellen oder das Gerät von unterwegs ausschalten. Das Einschalten aus der Ferne ist hingegen aus Sicherheitsgründen meist nicht möglich.

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Verschiedene Bedienungsmöglichkeiten sowie weitere Funktionen und Ausstattungsmerkmale machen ein Heizgerät besonders nutzungsfreundlich und vielseitig. Quelle: Adobe Stock | 322406437

Eigenschaft 3: Nachtmodus

Bei Heizgeräten mit gut hörbaren Betriebsgeräuschen sorgt der Nachtmodus dafür, dass sie auf der niedrigsten Stufe und so leise wie möglich arbeiten. So werden Sie nicht gestört, wenn Sie schlafen oder einer Tätigkeit nachgehen, die ein hohes Mass an Konzentration erfordert. Bei einigen Geräten schalten Sie mit der Aktivierung des Ruhemodus gleichzeitig auch die Displaybeleuchtung und ggf. weitere Lichtquellen am Gehäuse aus.

Eigenschaft 4: Display

Ein integriertes Display zeigt Ihnen je nach Gerät beispielsweise an, wie warm oder kalt es im Zimmer ist oder auf welcher Leistungsstufe der Heizer gerade arbeitet. Es ersetzt also nicht nur ein Thermometer, sondern gibt Ihnen darüber hinaus weitere Angaben zum Gerät und zum aktuellen Raumklima.

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Je nach Gerät werden auf dem Display nicht nur die Temperatur, sondern auch Informationen zum Betriebsmodus und dem aktuellen Status des Heizapparats angezeigt. Quelle: KOENIG (Produktbild)

Eigenschaft 5: Fenstererkennung

Eine Funktion, mit der Sie etwas Energie sparen können, ist die Erkennung geöffneter Fenster. Das Gerät erkennt, dass die Temperatur innerhalb kurzer Zeit deutlich gesunken ist, beispielsweise um zwei oder mehr Grad Celsius innerhalb von drei Minuten, und schaltet sich selbstständig aus. Da liegt aber auch der Haken: Denn wenn die Temperatur nur langsam abnimmt, reagiert der Sensor nicht. Was nach dem automatischen Ausschalten geschieht, ist je nach Hersteller und Gerät unterschiedlich: Entweder schaltet dieses nach einer bestimmten oder von Ihnen festgelegten Dauer wieder ein, oder Sie müssen es nach dem Lüften selbst wieder in Gang setzen.

Eigenschaft 6: Transporthilfen

Besonders schwere Heizgeräte wie beispielsweise Ölradiatoren sind üblicherweise mit Rollen ausgestattet, die Ihnen das Verschieben von einem Zimmer in ein anderes erleichtern. Kleinere und leichtere Geräte verfügen zu diesem Zweck meist über einen Tragegriff. Eine allenfalls integrierte Kabelverstauung sorgt dafür, dass Ihnen das Stromkabel beim Transport oder der Aufbewahrung nicht im Weg ist.

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Die Rollen ermöglichen einen unbeschwerlichen Standortwechsel und die Kabelaufwicklung sorgt dafür, dass das Kabel dabei nicht in den Weg kommt. Quelle: Adobe Stock | 396883705

Eigenschaft 7: Kaltluftstufe

Ein Heizgerät, bei dem ein Ventilator die Luft durch Lüftungsschlitze in den Raum herausbläst, können Sie in den meisten Fällen auch mit ausgeschalteter Heizung verwenden. Es funktioniert dann genau gleich wie ein Ventilator, den Sie an heissen Tagen verwenden, um sich etwas Erfrischung zu verschaffen. Tatsächlich wird die Luft durch diese Kaltluftstufe aber nicht abgekühlt. Die erfrischende Wirkung entsteht durch das schnellere Verdunsten der Feuchtigkeit auf der Haut.

Eigenschaft 8: Lenkung der Wärme

Bei den meisten Heizstrahlern und vielen Heizlüftern haben Sie die Möglichkeit, die Ausrichtung der Wärmestrahlung bzw. des Luftstroms zu beeinflussen. Mit einem verstellbaren Neigungswinkel verteilen Sie die Luft mehr nach oben oder nach unten. Die Schwenkfunktion dient dazu, die Wärme nicht nur geradeaus, sondern auch nach links und rechts zu lenken.

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Stellen Sie den Neigungswinkel so ein, dass die Wärme Sie dort erreicht, wo Sie sich gerade aufhalten. Quelle: Adobe Stock | 299600470

Eigenschaft 9: Luftbefeuchtung

Da wärmere Luft mehr Wasserdampf aufnehmen kann als kalte, sinkt beim Heizen eines Raums die relative Luftfeuchtigkeit und die Luft fühlt sich trockener an. Wenn Sie zu Hause auch ohne die Heizung bereits trockene Luft haben, ist ein Luftbefeuchter auf jeden Fall eine Überlegung wert. Mit einer – eher seltenen – Kombination aus Heizgerät und Luftbefeuchter schlagen Sie in diesem Fall zwei Fliegen mit einer Klappe.

Eigenschaft 10: Frostschutz

Mit der Frostschutzfunktion verhindern Sie, dass die Temperatur in einem Raum unter den Nullpunkt bzw. unter einen einstellbaren Mindestwert sinkt. Das Gerät schaltet automatisch ein, sobald die Minimaltemperatur unterschritten wird. Anschliessend wärmt es die Luft mittels Thermostat so lange, bis diese die festgelegte Temperatur wieder erreicht hat. So sorgen Sie beispielsweise dafür, dass Pflanzen im Gewächshaus oder Wasserleitungen im Keller bei sehr tiefen Temperaturen nicht einfrieren.

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Die Frostschutzfunktion verhindert beispielsweise, dass im Gebäude nicht isolierte Wasserleitungen einfrieren. Quelle: Adobe Stock | 303512228

Eigenschaft 11: Ionisation

Ionisatoren erzeugen durch elektrische Entladung negativ geladene Teilchen (Anionen), die sich mit positiv geladenen Schwebeteilchen in der Raumluft verbinden und diese durch das erhöhte Gewicht nach unten ziehen. Ausserdem werden die Partikel grösser und sind deshalb für Luftreiniger einfacher zu filtern. Als Folge der Ionisation atmen Sie weniger Staubpartikel, Pollen und weitere unerwünschte Bestandteile ein. Ihre Raumluft ist dadurch sauberer und Sie können die Schadstoffpartikel einfacher einsaugen oder durch den Einsatz eines Luftreinigers beseitigen.

Eigenschaft 12: Kaminfeuereffekt

Rein dekorativer Natur ist der Lichteffekt eines Elektrokamins. Bei diesen Heizgeräten handelt es sich üblicherweise um Heizlüfter oder Konvektoren, die wie ein kleines Cheminée aussehen. Die Wärme, die diese Geräte verströmen, ist zwar echt, das Feuer, das in ihrem Inneren zu flackern scheint, jedoch nicht. Die je nach Gerät mehr oder weniger überzeugenden LED-Effekte sind nicht nur ein Blickfang in jedem Wohnzimmer, sondern sorgen auch für eine zusätzliche Portion Gemütlichkeit – insbesondere an einem kalten Winterabend.

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Ein Elektrokamin mit Feuereffekt sorgt neben der Wärme auch für etwas Gemütlichkeit. Quelle: Adobe Stock | 432981987

Eigenschaft 13: Spiegeloberfläche

Die meisten Heizgeräte erfüllen einen rein funktionellen Zweck und sehen deshalb nur mässig stilvoll aus. Eine Ausnahme bilden die Spiegelheizer, eine besondere Art von Badheizern, bei der sich der Infrarot-Heizstrahler im Badezimmer hinter einem Spiegel verbirgt. So ist das Heizgerät einerseits unsichtbar und verhindert andererseits, dass der Spiegel beim Duschen beschlägt. Obwohl sie am häufigsten im Badezimmer zum Einsatz kommen, sind einige Infrarotheizer mit Spiegeloberfläche für die Montage an der Wand eines anderen Zimmers oder eines Ganges vorgesehen.

Eigenschaft 14: Kindersicherung

Ein spannend aussehendes Heizgerät kann dazu verleiten, mit den Tasten oder dem Display zu spielen. Damit neugierige Kinderhände nicht die Einstellungen verändern, sind viele Geräte, die sich auch für den Einsatz im Wohn- oder Kinderzimmer eignen, mit einer Schutzfunktion ausgestattet. Die Kindersicherung sperrt die Bedientasten und sorgt dafür, dass Temperatur, Leistungsstufe, Ausschaltzeit etc. nicht ungewollt verändert werden.

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Damit die Geräteeinstellungen nicht durch Kinderhände oder Haustierpfoten verstellt werden, sind viele Heizgeräte mit einer Kindersicherung bzw. Tastensperre ausgestattet. Quelle: Adobe Stock | 13483326

Eigenschaft 15: Abschaltautomatik

Unabdingbar bei Geräten, die sehr viel Hitze entwickeln können, sind gewisse Sicherheitsmechanismen. Aus diesem Grund sind fast alle Heizgeräte mit einem Überhitzungsschutz ausgestattet, der sie ausschaltet, falls die Temperatur im Innern des Geräts zu hoch wird. Ähnlich funktioniert die Abschaltautomatik, aber mit dem Unterschied, dass diese das Gerät nach einem bestimmten – normalerweise deutlich kürzeren – Zeitraum automatisch abschaltet. So kommt sie beispielsweise bei einem Wickeltisch-Heizstrahler nach ungefähr zehn oder fünfzehn Minuten zum Einsatz, falls jener nicht aktiv ausgeschaltet wurde. Die Kippsicherung beendet den Betrieb, wenn das Gerät umkippt oder von einer erhöhten Stelle herunterfällt.

Wählen Sie ein Heizgerät nach Ihren Bedürfnissen

Fast alle Heizgeräte sind mit einem Überhitzungsschutz ausgestattet und die meisten Standgeräte zusätzlich mit einer Kippsicherung. Viele der anderen beschriebenen Funktionen und Eigenschaften sind jedoch nur bei wenigen Geräten integriert. Während einige davon den Funktionsumfang des Apparats erweitern, gestalten andere vor allem die Bedienung und Verwendung komfortabler. Falls Ihnen etwas davon besonders wichtig ist, beginnen Sie mit Ihrem Auswahlverfahren am besten bei den Geräten, die diese Anforderung erfüllen.

Wichtig ist jedoch auch, dass Sie sich bereits vor dem Kauf Gedanken über die Einsatzorte Ihres Heizgeräts machen. Denn neben der benötigten Leistung, die bei grösseren Räumen höher ist als bei kleineren, spielen unter Umständen auch Faktoren wie Betriebsgeräusche, Spritzwasserschutz oder Montagemöglichkeiten eine Rolle. Mehr dazu erfahren Sie in unseren beiden Ratgebern zur Auswahl eines Heizgerätes für Innenräume und Aussenbereiche.

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