
Die Auswahl des passenden Luftbefeuchters
Trockene Raumluft hat verschiedene, grösstenteils unerwünschte Auswirkungen auf unser Wohlbefinden und unsere Gesundheit. Wenn die Atemwege, die Haut oder die Augen über längere Zeit darunter leiden, schafft ein Luftbefeuchter schnell und wirkungsvoll Abhilfe. In den folgenden Abschnitten zeigen wir Ihnen, welche unterschiedlichen Funktionsweisen es bei diesen Geräten gibt, und welche Punkte Sie bei der Produktauswahl berücksichtigen sollten. Wir erklären mögliche Zusatzfunktionen und zeigen Ihnen, wie Sie die Raumgrösse bzw. die benötigte Leistung für Ihren Luftbefeuchter ausrechnen.
Möchten Sie wissen, wie Sie auch ohne Elektrogerät die Luftfeuchtigkeit in Ihrem Zuhause erhöhen können? Lassen Sie sich von unseren Tipps inspirieren!

10 Tipps zum Erhöhen der Luftfeuchte
Mit einfachen Massnahmen zu einem angenehmen Raumklima
Mehr erfahrenVerschiedene Luftbefeuchtertypen
Alle Luftbefeuchter haben gemeinsam, dass sie Wasser in Wasserdampf umwandeln, also vom flüssigen in den gasförmigen Zustand überführen. Die Technik, mit der sie das machen, ist allerdings nicht bei allen Geräten die gleiche. Wir unterscheiden daher grundsätzlich zwischen Verdampfern, Zerstäubern und Verdunstern. Bei den beiden letzteren betrachten wir je einen Sonderfall noch etwas genauer, den Aromavernebler und den Luftwäscher. Die allermeisten Luftbefeuchter verfügen über einen Wassertank, den Sie als Nutzerin oder Nutzer des Gerätes regelmässig auffüllen und von Zeit zu Zeit auch reinigen sollten. Spezialgeräte mit direktem Anschluss an eine Wasserleitung, beispielsweise für den Einbau in eine Lüftungsanlage, sind nicht Bestandteil der folgenden Übersicht.
Eine Tabelle zum Vergleich und zur Übersicht der verschiedenen Luftbefeuchterarten finden Sie weiter unten in diesem Ratgeber.
Befeuchtung durch Verdampfen
Ein Verdampfer oder Warmluftbefeuchter erhitzt Wasser aus seinem Tank, bis es siedet. Auf diese Weise ist er in der Lage, schnell eine verhältnismässig grosse Menge Wasserdampf an die Raumluft abzugeben. Die Erhitzung desinfiziert das Wasser und sorgt damit für eine sehr hygienische Befeuchtung. Gleichzeitig verbraucht ein Dampfluftbefeuchter aber auch mehr Strom als ein Verdunster oder Zerstäuber. Die starke Befeuchtungsleistung kann andererseits dazu führen, dass sich Kondensationswasser an Fensterscheiben oder anderen anfälligen Stellen bildet. Ausserdem besteht die Gefahr, dass der Raum überfeuchtet wird, sofern das Gerät nicht über einen Feuchtigkeitsmesser und eine damit verbundene Abschaltfunktion verfügt.
Falls das verwendete Wasser einen hohen Kalkgehalt aufweist, sollten Sie den Verdampfer regelmässig entkalken. Bei sehr starker Verkalkung im Gerät kann es passieren, dass das Wasser nicht mehr ausreichend erhitzt wird, um sämtliche Bakterien und Keime abzutöten. Falls in Ihrem Haushalt jüngere Kinder leben, machen Sie sie auf die Gefahr aufmerksam, die von dem austretenden heissen Dampf ausgeht.
Ein Verdampfer ist ein geeigneter Luftbefeuchter für Sie, wenn
- die relative Luftfeuchtigkeit in Ihren Räumen häufig oder während einer längeren Zeit deutlich unter 40 % beträgt.
- Sie ein Gerät benötigen, das eine hohe Befeuchtungsleistung in kurzer Zeit bietet.
- Sie nicht möchten, dass die Raumtemperatur durch die Befeuchtung sinkt.
- Sie keine jüngeren Kinder oder neugierigen Haustiere haben, die sich an dem austretenden Dampf verbrühen könnten.
Folgende Punkte sollten Sie bei einem Verdampfer besonders beachten:
- Sie sollten ihn nicht zu nahe an Wänden oder Möbeln aufstellen, damit sich der Wasserdampf möglichst frei im Raum verteilt und beispielsweise nicht die Wand oder das Sofa befeuchtet.
- Bei der Verwendung von kalkhaltigem Wasser sollten Sie das Gerät regelmässig oder das Wasser vor jeder Benutzung entkalken, damit eine hygienische Befeuchtung gewährleistet ist.
- Verfügt das Gerät nicht über einen Hygrostaten und eine damit verbundene automatische Abschaltfunktion, kann der Dauerbetrieb zu einer Überfeuchtung des Zimmers führen.
Befeuchtung durch Zerstäubung
Ultraschallvernebler setzen feine Membranen in Schwingung, um Wasser als kalte, winzige Nebeltröpfchen in die Raumluft abzugeben. Einige dieser Geräte verfügen darüber hinaus über einen Ventilator, der für eine grössere Reichweite der befeuchteten Luft sorgt. Der Stromverbrauch eines Verneblers ist niedrig, die Befeuchtungsleistung etwas höher als diejenige eines Verdunsters. Daher kann es auch hier zu einer Überfeuchtung der Raumluft, zur Bildung von Kondenswasser oder zu Kalkablagerungen an Möbeln oder auf dem Boden kommen. Das grösste Problem stellt jedoch eine mögliche Belastung mit Keimen im Gerät sowie an den austretenden Wassertröpfchen dar. Aus diesem Grund ist es bei einem Ultraschallvernebler besonders wichtig, dass Sie das Gerät regelmässig und gründlich reinigen.
Mini-Luftbefeuchter: Kompakt, mobil und flexibel einsetzbar
Weil Ultraschallvernebler weder ein grosses Gehäuse noch besonders viel Strom benötigen, eignen sie sich gut als Kompakt- oder Reiseluftbefeuchter. Solche Mini-Luftbefeuchter sind häufig mit einem USB-Anschluss ausgestattet, über den Sie das Gerät flexibel betreiben oder aufladen können. Einige dieser Geräte haben keinen eigenen Wassertank, sondern einen Adapter für eine kleine (üblicherweise 0.5 l) PET-Wasserflasche.
Ein Ultraschallvernebler ist ein geeigneter Luftbefeuchter für Sie, wenn
- die relative Luftfeuchtigkeit in Ihren Räumen häufig oder während einer längeren Zeit deutlich unter 40 % beträgt.
- Sie jüngere Kinder oder neugierige Haustiere haben, die sich nahe an das Gerät heranwagen.
Folgende Punkte sollten Sie bei einem Ultraschallvernebler besonders beachten:
- Sie sollten ihn nicht zu nahe an Wänden oder Möbeln aufstellen, damit sich der Wasserdampf möglichst frei im Raum verteilt und beispielsweise nicht die Wand oder das Sofa befeuchtet.
- Im Wasser befindliche Bakterien und Kalkstückchen verteilt der Vernebler in der Raumluft, daher sollten Sie das Gerät nach jedem Gebrauch reinigen, das Wasser bei Bedarf desinfizieren und regelmässig entkalken.
- Verfügt das Gerät nicht über einen Hygrostaten und eine damit verbundene automatische Abschaltfunktion, kann der Dauerbetrieb zu einer Überfeuchtung führen.
Sonderfall Aromavernebler
Eine spezielle Art der Ultraschallvernebler sind die Aroma Diffuser, die unter anderem auch als Aromavernebler oder Lufterfrischer bezeichnet werden. Ihre Hauptfunktion ist die Beduftung, d. h. die Verbreitung eines bestimmten Duftes in der Raumluft. Die Luftbefeuchtung ist eine Nebenwirkung und fällt je nach Gerät unterschiedlich schwach ins Gewicht.
Ein Aroma Diffuser ist ein geeigneter Luftbefeuchter für Sie, wenn
- Ihnen die Erfrischungs- bzw. Duftfunktion wichtiger ist als die Luftbefeuchtung.
- Sie selbst und mit Ihnen zusammenlebende Personen oder Haustiere nicht auf bestimmte Duftstoffe oder ätherische Öle allergisch reagieren.
Folgende Punkte sollten Sie bei einem Aromavernebler besonders beachten:
- Nicht alle Aromavernebler eignen sich zur Befeuchtung der Raumluft. Bei einigen Produkten ist die Befeuchtungsleistung so gering, dass sie keine grosse Auswirkung auf das Raumklima hat. Wenn allerdings die Luftbefeuchtung spezifisch als Funktion angegeben ist, sollte das Gerät auch dafür geeignet sein.
- Bei Babys, Kleinkindern, Haustieren sowie Personen, die auf gewisse Duftstoffe allergisch reagieren, raten wir von der Verwendung eines Aroma Diffusers ab.
- Je nach Hersteller und Gerät eignet sich dieses nur zur Verwendung mit bestimmten Duftölen oder -essenzen. Bitte konsultieren Sie dazu die Angaben in der Produktbeschreibung und in der Bedienungsanleitung.
Befeuchtung durch Verdunstung
Im Inneren eines Verdunsters oder Kaltluftbefeuchters wird Wasser auf Filtermatten oder Lamellen mit grosser Oberfläche verteilt. Der anschliessende Verdunstungsprozess regelt die Luftfeuchtigkeit im Raum auf natürliche Weise, daher besteht keine Überfeuchtungsgefahr. Durch diesen Prozess entsteht allerdings Verdunstungskühlung, die eine geringe Absenkung der Raumtemperatur zur Folge haben kann. Sowohl die effektive Befeuchtungsleistung als auch der Energieverbrauch sind geringer als bei einem Verdampfer. Aber auch einen Verdunster sollten Sie regelmässig reinigen oder zur Entkeimung Desinfektionsmittel in den Wassertank geben.
Ein Verdunster ist ein geeigneter Luftbefeuchter für Sie, wenn
- die relative Luftfeuchtigkeit in Ihren Räumen häufig oder während einer längeren Zeit deutlich unter 40 % beträgt
- Sie jüngere Kinder oder neugierige Haustiere haben, die sich nahe an das Gerät heranwagen
Folgende Punkte sollten Sie bei einem Verdunster besonders beachten:
- Der ideale Platz für einen Verdunster ist in der Nähe einer Heizung, denn durch die Wärme beschleunigt sich der Verdunstungsprozess.
- Aufgrund der üblicherweise langen Standzeit des Wassers sollten Sie es mindestens einmal pro Woche auswechseln oder desinfizierende Zusatzmittel verwenden.
- Bei sehr kalkhaltigem Wasser ist eine hygienische Verwendung nur gewährleistet, wenn Sie die mit der Zeit entstehenden Kalkablagerungen regelmässig entfernen oder destilliertes Wasser verwenden.
- Die bei der Verdunstung entstehende Kühlung kann insbesondere in kleinen Zimmern die Raumtemperatur geringfügig senken.
Spezialgerät Luftwäscher
Die sogenannten Luftwäscher gehören ebenfalls zu den Verdunstern, sind aber durch die zusätzliche Luftreinigungsfunktion auch ein Spezialfall unter den Luftbefeuchtern. Sie säubern die Luft, indem sie sie durch ein Wasserbad führen, wo Schwebstoffe, Staub, Haare, Pollen, Schimmelsporen und sogar Bakterien abgeschieden werden. Da gleichzeitig auch stetig Wasser verdunstet, ist die austretende Luft nicht nur sauberer, sondern auch feuchter. Die meisten Luftwäscher verzichten auf zusätzliche Filter und setzen auf die reinigende und filternde Wirkung des Wassers. Es gibt jedoch auch Kombi- oder Hybridgeräte, die zusätzlich mit einem Aktivkohlefilter gegen Gerüche oder einem HEPA-Filter gegen Feinstaub und andere besonders kleine Partikel ausgestattet sind.
Reinigen Sie einen Luftwäscher und besonders den Wassertank regelmässig, damit ein hygienischer Betrieb gewährleistet ist. Die meisten Hersteller empfehlen die Zugabe eines Hygienemittels ins Wasser des Luftwäschers. Damit reduzieren Sie den Reinigungs- und Wartungsaufwand, machen ihn jedoch nicht ganz überflüssig.
Ein Luftwäscher ist ein geeigneter Luftbefeuchter für Sie, wenn
- die relative Luftfeuchtigkeit in Ihren Räumen häufig oder während einer längeren Zeit deutlich unter 40 % beträgt.
- Sie auf Tierhaare oder Schadstoffe in der Luft wie Staub oder Pollen allergisch reagieren (Geräte mit HEPA-Filter sind darüber hinaus auch gegen Feinstaub und andere besonders kleine Schadstoffpartikel wirksam).
- Sie mit dem Gerät Gerüche wie Küchendunst oder Zigarettenrauch bekämpfen möchten. In diesem Fall empfehlen wir ein Gerät mit zusätzlichem Aktivkohlefilter.
- Sie jüngere Kinder oder neugierige Haustiere haben, die sich nahe an das Gerät heranwagen.
Folgende Punkte sollten Sie bei einem Luftwäscher besonders beachten:
- Ein Luftwäscher funktioniert dort am besten, wo eine gute Luftzirkulation gegeben ist, beispielsweise in der Nähe eines Fensters, einer Tür oder einer Heizung. Er sollte allerdings nicht direkt in Zugluft platziert werden, da er sonst allenfalls die Schmutzpartikel nur zum Teil erfassen kann.
- Den Wasserbehälter und falls vorhanden das Filtersystem sollten Sie regelmässig (ca. alle zwei Wochen) reinigen, damit die hygienische Verwendung des Gerätes gewährleistet ist.
- Die bei der Verdunstung entstehende Kühlung kann insbesondere in kleinen Zimmern die Raumtemperatur geringfügig senken.
Die verschiedenen Gerätearten im Vergleich
Luftbefeuchterart | Befeuchtungsleistung¹ | Energieverbrauch¹ | Reinigungsaufwand² | Mögliche Risiken |
Verdampfer | Hoch | Hoch | Verkalkungen vorbeugen oder regelmässig entfernen | Kalkbildung im Gerät, Aerosole, Überfeuchtung und Kondensatniederschlag, Verbrühung, |
Vernebler | Mittel bis hoch | Gering | Schnelle Zwischenreinigung nach jedem Gebrauch oder mindestens einmal pro Woche Nach längeren Standzeiten Wasser austauschen Intensive Reinigung ca. einmal pro Monat | Keimbelastung, Überfeuchtung und Kondensatniederschlag, Kalkablagerungen in der Umgebung |
Aroma Diffuser | Sehr gering bis gering | Gering | Schnelle Zwischenreinigung nach jedem Gebrauch oder mindestens einmal pro Woche Nach längeren Standzeiten Wasser austauschen Intensive Reinigung ca. einmal pro Monat | Keimbelastung, allergische Reaktionen auf bestimmte Duftstoffe |
Verdunster | Gering bis mittel | Gering | Wasser täglich auswechseln Filtermodelle: Filter alle zwei bis drei Monate erneuern | Keimbelastung, Absenkung der Lufttemperatur |
Luftwäscher | Gering bis mittel | Gering bis mittel | Wassertank ausspülen, Hygienemittel auffüllen oder Filter reinigen ca. alle zwei Wochen Komplettreinigung ca. alle 6 Monate Filtermodelle: Ersetzen der Filter je nach Filterart ca. alle 6 bis 12 Monate | Keimbelastung, Absenkung der Lufttemperatur |
¹ Befeuchtungsleistung und Stromverbrauch hängen einerseits von der Geräteart und andererseits von der Grösse und Leistung des jeweiligen Gerätes ab. Die hier angegebene Einstufung des Verbrauchs bezieht sich lediglich auf den Vergleich der unterschiedlichen Luftbefeuchterarten. Bitte entnehmen Sie die detaillierten Angaben den Spezifikationen auf den entsprechenden Produktdetailseiten, Produktdatenblättern oder Herstellerseiten.
² Die Angabe zum Reinigungsaufwand stellt einen Durchschnittswert dar, der ebenfalls dem Vergleich der verschiedenen Gerätearten dient. Je nach Hersteller und Gerät kann dieser Wert daher von den Reinigungsempfehlungen in der Bedienungsanleitung abweichen, die auf jeden Fall Vorrang haben. Die Verwendung von Desinfektions- und Hygienemitteln reduziert die Häufigkeit der notwendigen bzw. empfohlenen Reinigungen des Wasserbehälters. Bitte konsultieren Sie dazu die Bedienungsanleitung Ihres Gerätes.
Nützliche Zusatzfunktionen
Die weiter oben beim Aromavernebler erwähnte Beduftung oder die luftreinigende Wirkung des Luftwäschers sind zwei Beispiele für Luftbefeuchter mit erweitertem Funktionsumfang. Ebenfalls auf die Luftqualität wirken sich die Ionisierung und die Desinfektion mittels UV-C-Licht aus.
Luftbefeuchter mit Ionisierungsfunktion
Ein integrierter Ionisator reichert die Raumluft mit Anionen an. Diese elektrisch negativ geladenen Atome in der Luft haben vorteilhafte Wirkungen auf unsere Sauerstoffaufnahme, Leistungs- und Konzentrationsfähigkeit. Ausserdem ziehen sie Staubteilchen, Mikroorganismen, Allergene und andere unerwünschte Partikel an und verbinden sie miteinander. Dadurch werden die Teilchen grösser und schwerer und bleiben eher in Filtern hängen. Oder sie sinken zu Boden, wo sie weniger gut eingeatmet und einfacher (z. B. durch Staubsaugen) entfernt werden können. Die meisten Luftbefeuchter mit Ionisierungstechnologie verwenden Silber, um das Wasser zu ionisieren, bevor es zur Befeuchtung im Raum verteilt wird.
Luftbefeuchter mit UV-C Licht
Ultraviolette Strahlung mit sehr kurzer Wellenlänge und hoher Energie (UV-C) eignet sich hervorragend zur Entkeimung. Sie zerstört die Zellstruktur von Mikroorganismen wie Viren, Bakterien oder Pilzsporen. Diese Desinfektionsmethode ist vergleichsweise umweltfreundlich und bildet auch keine gefährlichen Nebenprodukte. Ausserdem entsteht dabei keine Geruchs- oder Geschmacksbeeinträchtigung, weshalb das Verfahren problemlos zur Entkeimung von Trinkwasser eingesetzt werden kann. Eine aktive UV-C Lampe im Luftbefeuchter sorgt für sauberes, keimfreies Wasser und damit für eine hygienische Befeuchtung der Raumluft. Sehr wichtig ist dabei, dass die UV-Strahlung nur im Inneren des Gerätes stattfindet und nicht nach aussen dringt, da sie als Gesundheitsrisiko eingestuft wird. Bei vielen Luftbefeuchtern mit UV-C Licht ist die Funktion optional, Sie können sie also ein- und ausschalten.
Die passende Raumgrösse für den Einsatz Ihres Gerätes
Die meisten Hersteller geben bei Ihren Luftbefeuchtern an, für welche maximale Raumgrösse die Geräte geeignet sind. Wenn Sie Ihr Gerät in einem zu grossen Zimmer einsetzen, dauert es länger, bis die gewünschte Luftfeuchtigkeit erreicht ist und im schlimmsten Fall reicht die Leistung dafür gar nicht aus. Eine zu kleine Räumlichkeit ist bei Luftbefeuchtern mit eingebautem Hygrostaten üblicherweise kein Problem, da diese bei erreichtem Zielwert automatisch abstellen. Bei Geräten, die nicht über diese Funktion verfügen, kann es in kleineren Zimmern hingegen schneller zu einer Überfeuchtung kommen als in grösseren. Die empfohlene maximale Raumgrösse wird entweder als Raumfläche in Quadratmetern oder als Raumvolumen in Kubikmetern angegeben. Ersteren Wert erhalten Sie, indem Sie Länge und Breite des Zimmers multiplizieren, während Sie für das Raumvolumen die Raumfläche mit der Höhe malnehmen (siehe folgende Berechnungsbeispiele).
Berechnung der Raumgrösse
Raumfläche (m²): Länge mal Breite des Raumes
Beispiel: Ein 6 m langes und 4 m breites Zimmer hat eine Grundfläche von 24 m² (6 m x 4 m = 24 m²).
Raumvolumen (m³): Raumfläche mal Höhe (oder Länge mal Breite mal Höhe).
Beispiel: Ein 6 m langes, 4 m breites und 2.5 m hohes Zimmer hat ein Volumen von 60 m³ (24 m² x 2.5 m = 60 m³).
Weitere wichtige Geräteeigenschaften
Ein integriertes Hygrometer misst die relative Luftfeuchtigkeit im Raum, die bei Geräten mit Display dort angezeigt wird. Ein Hygrostat misst ebenfalls die Luftfeuchtigkeit und sorgt darüber hinaus dafür, dass der von Ihnen eingestellt Zielwert durch den Betrieb des Gerätes gehalten wird.
Die Abschaltautomatik sorgt dafür, dass der Luftbefeuchter bei leerem Wassertank den Betrieb einstellt. Die allermeisten Geräte verfügen über diese Funktion. Ein allenfalls vorhandener Timer erlaubt es Ihnen, die Abschaltzeit bzw. die Betriebsdauer des Gerätes selbst zu bestimmen.
Bei vielen Luftbefeuchtern befindet sich eine Fernbedienung im Lieferumfang, mit der Sie das Gerät beispielsweise bequem vom Sofa oder Schreibtisch aus kontrollieren. Falls der Befeuchter mit einer entsprechenden App verbunden werden kann, ermöglicht diese neben weiteren Zusatzfunktionen üblicherweise ebenfalls die Fernsteuerung und in ganz bestimmten Fällen sogar die Integration in ein Smart-Home-System.
Messen der Luftfeuchtigkeit
Viele Luftbefeuchter sind mit einem integrierten Hygrometer ausgestattet und zeigen Ihnen auch den jeweils aktuellen Luftfeuchtigkeitswert an. Falls Ihr Gerät die Luftfeuchtigkeit nicht misst oder nicht anzeigt, können Sie zu diesem Zweck auch ein separates Hygrometer verwenden. Einen solchen Luftfeuchtigkeitsmesser stellen Sie am besten auf einer erhöhten Fläche möglichst nahe der Raummitte auf. Auf jeden Fall sollten Sie ihn nicht direkt neben einem Fenster oder einer Tür platzieren, da sonst die Messung verfälscht werden kann. Die meisten dieser kleinen Messgeräte zeigen Ihnen auch gleich die Temperatur an, die ja in engem Zusammenhang mit der relativen Luftfeuchtigkeit steht.
Vielleicht sind Sie nicht sicher, ob Sie wirklich ein Gerät brauchen, um die Luftfeuchtigkeit in Ihrem Zuhause auf ein angenehmes Niveau anzuheben. In diesem Fall empfehlen wir Ihnen, zuerst die anderen Massnahmen aus unseren 10 Tipps zum Erhöhen der Luftfeuchtigkeit auszuprobieren.

Fühlen Sie sich wohl zu Hause
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