
Veganuary im Selbstversuch: Einen Monat ohne tierische Produkte
Unsere zwei Mitarbeiterinnen Evelyn und Sarah haben den Versuch gewagt und das Jahr gleich mit einer Herausforderung begonnen: Einen Monat haben sie komplett auf tierische Produkte verzichtet. Veganuary nennt sich diese Challenge, die Interessierte herausfordert, sich im Januar vegan zu ernähren. Wie es den beiden ergangen ist und welche veganen Produkte sie weiterempfehlen, das erfahrt ihr in diesem Beitrag.
Der Umwelt und den Tieren zuliebe
Das Tierwohl, die Umwelt, aber auch gesundheitliche Aspekte sind häufig genannte Gründe dafür, sich vegan zu ernähren. Auch für Sarah und Evelyn war die Hauptmotivation für den Veganuary-Selbstversuch, etwas für die Umwelt und gegen Tierleiden zu tun. Daneben freuten sich die beiden auf die kulinarische Erfahrung, die ihnen mit der Umstellung auf eine rein pflanzliche Ernährung bevorstand. Evelyn lebt bereits seit über 15 Jahren vegetarisch und ist begeisterte Hobbyköchin. Sarah ernährt sich ebenfalls vegetarisch und war besonders auf die Auswahl an veganen Convenience-Produkten gespannt – also insbesondere Fertiggerichte, die nicht mehr viel Aufwand in der Zubereitung benötigen.
Von wegen langweilig!
Auf Eier, Fleisch, Fisch und Milchprodukte zu verzichten: Da wird Essen bestimmt sehr eintönig … Mit diesem Vorurteil werden Veganer*innen immer wieder konfrontiert. Evelyn widerspricht dem: "Ich habe mich nicht eingeschränkt gefühlt. Egal ob Lasagne, Gehacktes mit Hörnli, Rührei oder Fondue – es gibt fast nichts, das ich nicht vegan nachkochen könnte. Das Vorurteil, dass vegane Ernährung langweilig ist, kann ich nicht bestätigen. Es gibt mittlerweile so viele tolle Alternativen. Die Burger von EarlyGreen oder der Schokoladenriegel von Rhythm 108 sind bei mir im Schrank neu immer vorhanden."
Es müssen nicht immer Ersatzprodukte sein. Leckere vegane Mahlzeiten kommen auch ohne Fleischersatz und Co. aus. Aus Gemüse, Obst, Hülsenfrüchte, Getreide, Nüssen und Samen lassen sich mit etwas Kreativität tolle vegane Mahlzeiten zaubern. Viele nicht-vegane Rezepte können ausserdem einfach vegan gemacht werden, ist Evelyn überzeugt: "Oft muss ich nur eine oder zwei Zutaten ersetzen oder weglassen, damit sich das Gericht vegan gestalten lässt. Ausserdem fehlt mir keine Energie, das ist ein häufiges Vorurteil. Ich bin fit und geniesse das Essen." Mit einem Augenzwinkern fügt Evelyn hinzu: "Einziges Problem: Nach dem Zmittag ist mir nach einem Food-Koma-Schläfchen zumute. Passiert halt mit vollem Bauch."
Auch Sarah zeigt sich vom Veganuary begeistert: "Ich fand die Erfahrung insgesamt toll und muss zugeben, ich war auch ziemlich überrascht. Denn mit was ich nicht gerechnet habe: Ich fühle mich viel fitter durch die vegane Ernährungsweise und empfinde es überhaupt nicht als belastend, auf tierische Produkte zu verzichten – im Gegenteil!"
Für Kochmuffel gibt es ebenfalls viele vegane Alternativen, wie Sarah erzählt: "Hand aufs Herz – Ich bin nicht die grösste Köchin. Deswegen hat mich insbesondere die grosse Vielfalt an veganen Convenience-Produkten umgehauen. So habe ich stets etwas Neues probiert. Am schwersten fiel es mir bisher, Eier zu ersetzen. Das perfekte vegane Rührei konnte ich bisher (noch) nicht finden. Aber um eine leckere vegane Alternative zu finden, kann ich ja die restlichen 11 Monate des Jahres noch nutzen. Für mich wird es nämlich nicht nur beim veganen Januar bleiben, ich möchte gerne schauen, wo die Reise weiter hingehen kann."
Auch Evelyn, die vor der Challenge bereits vegetarisch lebte, will die Erfahrungen aus dem Veganuary in ihren Alltag einfliessen lassen: "Mit Sicherheit ernähre ich mich weiterhin vegetarisch. Ich persönlich finde, dass nicht jede Ernährungsweise ein Label benötigt. Viel wichtiger finde ich, dass ich das tue, was ich für mich als das Richtige betrachte: Und das ist der Verzicht auf tierische Produkte immer dann, wenn die Möglichkeit dazu besteht. Ganz nur-vegetarisch bleibe ich dann doch nicht: Ich werde öfter vegan kochen.“
Produkte im Test: Die Tops und Flops
Während der Veganuary-Challenge haben Evelyn und Sarah fleissig vegane Alternativen probiert. Ob diese überzeugen konnten, erzählen sie gleich selbst:
Evelyn: "Zugegeben, dem Kala-Namak-Salz gegenüber war ich skeptisch – es riecht nach Schwefel, also, wenn man direkt daran riecht. Es kostete mich also etwas Überwindung, bis ich es dann auch wirklich testete. Veganern machen Rührei oft mit Tofu, das wollte ich unbedingt ausprobieren. Dazu werden Hefeflocken sowie das Kala-Namak-Salz benötigt. Beides zusammen gibt dem Gericht einen "eierartigen" Geschmack. Mein Fazit: Das Rührei ist super! Es sieht etwas gewöhnungsbedürftig aus, gehört aber mit Sicherheit zu einem der besten veganen Rezepte, die ich bislang ausprobiert habe. Nicht nur der Duft des warmen Rühreis, sondern auch sein Geschmack erinnerten stark an normales Rührei."
Evelyn: "Das Mandelmus ist richtig lecker. Ich verwende es für viele Dinge. Beispielsweise als Brotaufstrich, im Müsli oder für vegane Raffaello. Noch empfehlungswerter ist jedoch die Bio-Kokos-Mandel-Creme von Rapunzel – der Brotaufstrich schmeckt wie Raffaello, nur in Form einer Creme."
Erdnuss-Quinoa-Flips von Heimatgut
Evelyn: "Ich gehöre zu dieser Gruppe Menschen, die Produkte kauft, weil sie schön aussehen oder eben toll verpackt sind. Bei den Erdnuss-Quinoa-Flips der Marke Heimatgut kann man nicht meckern, das Design der Packung ist echt schön. Leider hört es dann aber bereits auf – die Flips schmecken nach nichts. Sie sind heller als normale Flips und haben leider keinerlei Geschmack. Fun Fact: Fast alle Chips sind vegan – hier greife ich also beispielsweise lieber zu den herkömmlichen Flips von Zweifel als zu der Quinoa-Alternative von Heimatgut."
Sweet'n'salty-Schokoriegel von Rhythm 108
Evelyn: "Für mich einer der besten veganen Schokoriegel. Normalerweise schmecke ich bei veganer Schokolade die Hafer- oder Sojamilch deutlich raus. Bei Rhythm 108 Sweet'n'salty bin ich jedoch überzeugt, dass niemand merken würde, dass es sich um ein veganes Produkt handelt. Der Riegel bekommt eine grosse Kaufempfehlung meinerseits."
Evelyn: "Das Shampoo gewinnt in Punkto Nachhaltigkeit: kein Plastik, keine Silikone oder Parabene. Der Hersteller Sante schreibt, dass das Shampoo so ergiebig ist wie der Inhalt von zwei Flüssig-Shampoo-Flaschen à 250 ml. Klingt alles toll, dennoch bin ich nicht überzeugt. Zunächst störte mich, dass ich keine passende Metalldose für das Shampoo-Seifenstück hatte. Die Metalldose müsste ich einzeln dazukaufen, denn offen und ohne Verpackung hinterlässt das feste Shampoo fiese Rückstände in der Dusche. Auch das Schamponieren gestaltete sich etwas mühsam. So hatte ich alles in allem länger, um meine Haare zu waschen. Das Resultat des festen Shampoos war jedoch gut. Meine Haare glänzten und fühlten sich gut an. Ich persönlich würde das feste Shampoo aufgrund der eher umständlichen Anwendung lediglich für Reisen kaufen."
Sarah: "Nutella war für mich immer ein Must-Have für jeden Brunch am Sonntag. Okay ich geb's zu – manchmal auch unter der Woche ... Umso erstaunter war ich, als ich mit Bionella eine komplett vegane und palmölfreie Alternative gefunden habe, die genauso gut schmeckt – seither darf sie nicht mehr im Vorratsschrank fehlen! Tipp: Passt auch super zur veganen Crêpe!"
Sarah: "Keine Zutaten im Haus oder keine Zeit zum Kochen? Kein Problem! Ich liebe die gut portionierten Little-Lunch-Mittagsportionen. Etwas Brot noch dazu und in wenigen Minuten gewärmt ist es eine leckere und schnell zubereitete Mahlzeit. Es gibt diverse Sorten für unterschiedliche Geschmäcker - mein Favorit: CHILI SIN CARNE."
Sarah: "Milch war für mich immer schwer bekömmlich – zu viel davon und ich bekam Bauchschmerzen. Dann bin ich auf Hafermilch umgestiegen und seither geht es mir viel besser!
Nach vielen Versuchen ist mein Favorit klar die Hafermilch von Oatly. Sie schmeckt hervorragend, und ich liebe sie als Alternative zu herkömmlicher Kuhmilch. Oatly kommt in verschiedenen Sorten; die Hafer Cuisine eignet sich als Rahmersatz fürs Kochen und die Barista-Sorte nehme ich am liebsten für meinen Kaffee, da sie sich sogar aufschäumen lässt!"
Sarah: "Grad im Winter trinke ich ständig Tee. Und wenn ich mal einen rauen Hals habe von der trockenen Luft oder einfach Lust auf ein bisschen Süsse im Tee, füge ich gerne etwas Dattelsirup hinzu. Der Sirup ist auch sehr lecker auf veganem Zopf mit Margarine am Sonntagmorgen und eignet sich als natürliche Süsse zum Backen."
Evelyns Favoriten
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