
Schwimmen für Herz und Psyche
Schwimmen: Eine Sportart, bei der man glatt vergisst, dass man schwitzt. Doch sie ist nicht weniger effektiv als andere – eher das Gegenteil ist der Fall. Zudem hält Schwimmen Herz und Psyche «über Wasser». Wir erklären es Euch hier.
Entschuldigt den flachen Einstiegswitz. Aber es ist in der Tat so, dass sich Schwimmen – wie natürlich andere Sportarten auch – durchwegs positiv auf unser Wohlbefinden auswirkt. Etwa so:
Oder so:
Quatsch Beiseite. Aber es ist tatsächlich erwiesen, dass sich regelmässiges Schwimmen nicht nur auf unsere Figur und Fitness, sondern auch auf unser Gemüt positiv auswirkt. Erinnert Ihr Euch zum Beispiel an das letzte Mal, als Ihr schwimmen wart und nach der wohlverdienten Dusche Euch total wohlig und entspannt zu Mute war? So ein ganz spezielles Gefühl von Leichtigkeit und Zufriedenheit? Genau das könnt Ihr mit regelmässigen Schwimmtrainings immer wieder hinkriegen und Ihr schlaft dann nicht nur wie Babys, sondern könnt Euch selber nach und nach mental stärken.
Ein Training fürs Gemüt und den Kopf
Schwimmern und Schwimmerinnen ist es bekannt: Das Wasser wirkt therapeutisch und entspannend. Regelmässiges Training im kühlen Nass wirkt sich stimulierend auf die Gehirnkreisläufe aus und verbessert somit die Lernfähigkeit. Zusätzlich wird der «Noradrenalinspiegel in Eurem Gehirn erhöht, ein Hormon, das Eure zirkadianen Rhythmen wie Schlaf und Wachzustand beeinflusst. Dies wird Euch helfen, positiv auf psychophysische Stresssituationen zu reagieren und Euren Kortisonspiegel zu senken, welches den emotionalen Zustand steuert» (Quelle: Blog Arena). Und ja, dieses Schwimmen kann gar noch mehr:
- Durch die Tätigkeit wird die Blutzirkulation gefördert und somit Sauerstoffzufuhr erhöht. Dies steigert Eure Konzentrationsfähigkeit und trägt zur Bildung neuer Zellen bei – ebenfalls gut für die Lernfähigkeit.
- Im Gehirn wird ein Bereich angeregt, der als striatofrontaler Regelkreis bekannt ist. Das kann zur Stärkung des Selbstvertrauens beitragen.
- Das Gehirn soll ebenfalls mittels Neurotransmittern, welche im Hippocampus aktiv werden, stimuliert werden. Man geht davon aus, dass das vorbeugend gegen neurodegenerative Krankheiten wie Parkinson und Alzheimer wirken kann – grundsätzlich aber hilft alles an Bewegung und Aktivitäten wie Musizieren oder soziale Interaktion.
- Schwimmen kann auch gegen Ängste helfen: Die Produktion von Serotonin, Dopamin und Endorphin wird den Stress und die Angst im Kopf reduzieren. Es ist erwiesen, dass regelmässige körperliche Betätigung wirksamer wirkt als gewöhnliche Antidepressiva.
Schwimmen: eine Herzensangelegenheit
Nicht nur auf unsere rauchenden, drehenden, wirbelnden Köpfe und Gedanken kann sich Schwimmen positiv auswirken, sondern auch auf unseren Gefühlsmuskel: das Herz. Einige sind da anderer Meinung wie Dr. Kreizler aus «The Alienist – Die Einkreisung».
Laut diversen Studien senkt regelmässiges Schwimmen den Blutdruck und verbessert folglich auch die Durchblutung (Quelle: Blog Speedo). Gerade durch wiederholende Trainings gewöhnt sich das Herz an die Belastung und kann so direkt trainiert werden. Mit einer Sequenz im Wasser bringt Ihr Euer Herz auf Touren, ohne es vielleicht so zu merken, wie bei einer ausgedehnten Konditionstrainingseinheit – so geht es zumindest mir, wenn ich 40 Längen abstrample (Beweis s. Xiaomis Amazfit GTS). Und ja, bei mir ebenfalls mehr ein «Strampeln» als ein ruhiges, gezieltes Gleiten.
Effektiv für den gesamten Körper
Neben dem Herzen werden beim Schwimmen aber noch ganz andere Muskelpartien beansprucht: Arme, Schultern, Beine und Rumpf müssen auch dran glauben, aber unter äusserst schonenden Bedingungen. Denn durch die Bewegung im Wasser werden die Gelenke weniger belastet als beispielsweise bei einer Jogging-Einheit. Viiiel weniger: Die Belastung der Gelenke wird um 90 Prozent gesenkt im Vergleich zu «Trockentrainings». Und dann ist dieses Schwimmen auch noch so richtig effektiv: «30-minütiges kontinuierliches Schwimmen kann zwischen 200 und 350 Kalorien verbrennen. Zudem reicht eine halbe Stunde Schwimmen wöchentlich, um deine Energie entscheidend zu steigern» (Quelle: Blog Speedo).
Tipps für ein reibungsloses Training
Auf das müsst Ihr bei Euren Schwimmtrainings achten:
- Hört auf Euren Körper – und Atem – und wählt die Geschwindigkeit, die für Euch grad passt.
- Passt Eures Training Eurem Bedürfnis an: lang dafür in konstanten Tempo, kurz und intensiv dafür schnell.
- Nehmt Euch Zeit, Pausen einzulegen und Eure Herzfrequenz wieder zu senken.
- Setzt Euch Ziele: 20 bis 30 Minuten schwimmen oder 20/30/40 Bahnen absolvieren.
- Schweinehund wieder da? Am besten gleich die Schwimmsachen morgens bereitstellen und zur Arbeit mitnehmen oder als Reminder im Homeoffice verwenden.
- Um kreisende Gedanken abzuschalten, könnt Ihr selbstverständlich auch Unterwasser-MP3-Player verwenden.
Wenn Ihr selbst Euren Schwimmstil verbessern wollt, helfen vor allem diese beiden Tipps von Speedo (Quelle: Blog Speedo):
- Richtig Schnufe ist wichtig. Durch die Atmung könnt Ihr Euren Schwimmstil ruhiger und sanfter gestalten. Erfolgt die Ausatmung im richtigen Moment, bringt Ihr Ruhe in Euren Ablauf.
- Rhythmus isch alles. Die Abfolge der Bewegungen sollte konzentriert ausgeführt werden. Dazu könnt Ihr es einmal langsamer versuchen und dabei gleich jeden Schwimmzug zählen. So könnt Ihr Euren eigenen Rhythmus entdecken. Wenn Arme und Beine sich gut zusammen bewegen, könnt Ihr das Tempo süferli erhöhen, erhöhen und erhöhen.
Bei der Recherche bin ich auch noch auf ein Erklärungsvideo gestossen, dass mir zum Beispiel helfen könnte, mein «Scherbeinschlag» wegzuoptimieren. Was sind Eure Schwimmticks?
Schwimmen bei BRACK.CH
Wir können Euch bei Euren Schwimmtrainings natürlich auch unterstützen und das vor allem mit Hilfsmitteln wie Brettli, Schwimmbrillen, Schwimmhilfen, Flossen, etc. Lasst Euch doch einfach inspirieren und taucht mit uns ab in eine – für Euch vielleicht neue – Sportart und Entspannung 2.0.
Redakteurin BRACK.CH
2016 als Schnupperi gestartet und immer noch Schnupperi. Wie das geht? Ganz einfach: In meiner Tätigkeit als Redaktorin darf ich mich in ganz unterschiedliche Themenbereiche wortwörtlich hineinschnuppern und Neues testen, prüfen UND natürlich darüber schreiben. Super oder? Und sonst so, Hobbys? Bücherwurm und Wandersocke sein.
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