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Der richtige Kinderwagen

15.02.2022

Der Kauf eines Kinderwagens gestaltet sich oft schwieriger als ein Autokauf. Die, Auswahl ist riesig und ein Kinderwagen ist auch nicht unbedingt günstig. Je nach Anspruch, Komfort und Zubehör kommen Sie leicht auf über Fr. 1000.--.

Deshalb ist es wichtig, sich vorher genau zu überlegen, wann und wo Sie den Kinderwagen mehrheitlich brauchen. Beim Einkaufen, Spazieren, beim Joggen? Transportieren Sie den Kinderwagen öfters im Auto? Benutzen Sie viel den Bus oder den Zug? Sind Sie oft auf Naturwegen unterwegs? Wollen Sie den Wagen beim Inline-Skaten oder auf Ihrer Laufrunde vor sich herschieben? Gibt es zu Hause einen Lift oder müssen Sie viele Treppenstufen bewältigen?

Robust sollte er ebenfalls sein, möglichst variabel einzusetzen, leicht einzuklappen und natürlich sicher: An einen Kinderwagen werden hohe Ansprüche gestellt.

Kombi-Kinderwagen: Vom Neugeborenen bis zum Kleinkind

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Für die erste Ausfahrt mit einem Neugeborenen eignet sich ein Kinderwagen mit einer durchgehenden Liegefläche. Angeboten werden solche mit einem festen Kinderwagen-Oberteil oder jene mit einer weichen Tragtasche. Je kleiner und anschmiegsamer das sogenannte Nestchen ist, umso geborgener fühlt sich das Baby. Eine weiche Tragtasche ist zwar nicht so stabil wie ein festes Oberteil, dafür lässt sie sich später in einen Fusssack umwandeln.

Ein Kinderwagen mit einer Baby-Autoschale als Aufsatz ist praktisch für kurze Strecken. Auf Dauer ist aber die abgeknickte Haltung für die Wirbelsäule des Babys nicht gesund.

Der klassische Kinderwagen mit festem Oberteil hat den Nachteil, dass er spätestens, wenn Ihr Kind sitzen kann, ausgedient hat. Deshalb greifen viele Eltern zu einem Kombiwagen. Der ist zwar nicht günstig, dafür können Sie ihn viel länger benutzen und er kann rasch zu einem komfortablen Sportwagen umgebaut werden. Darin sitzt und liegt Ihr Kind bequem und kann ab dem Laufalter sogar selbst ein- und aussteigen.

In einigen Kombiwagen sitzt Ihr Kind in Fahrtrichtung, es sieht die ganze Umgebung vor sich und kann sich umschauen. Hat Ihr Kind lieber Mami und Papi im Blick, dann sollte es besser gegen die Fahrtrichtung sitzen. Bei einigen Kombiwagen ist es möglich die Position zu wechseln, so können Sie individuell entscheiden, ob Ihr Kind vorwärts oder rückwärts fährt.

Baby-Jogger: Mit dem Sportwagen in der Natur

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Spazieren Sie gerne auf Naturwegen oder möchten Sie Ihr Baby zum Joggen oder Inline-Skaten mitnehmen? Dann ist ein Baby-Jogger sicher die richtige Wahl. Die Spurweite der Hinterachse ist bei diesen Modellen breiter und der Radstand länger, so läuft der Kinderwagen sicherer geradeaus.

Die Radlager sind beim Baby-Jogger qualitativ hochwertiger, belastungsfähiger und verschleissärmer. Kontrollieren können Sie dies, indem Sie ein Rad anheben und anstossen, es sollte leicht rollen und geräuschlos laufen. Oft ist das Vorderrad starr oder lässt sich zumindest arretieren. Dadurch ist der Baby-Jogger meistens nicht besonders wendig.

Achten Sie darauf, dass der Kinderwagen grosse Räder und an der Hinterachse eine gute Federung hat. Bei einer Luftbereifung sollten die Reifen nicht zu stark gepumpt werden, dadurch werden kleinere Unebenheiten und Vibrationen abgefedert. Der Baby-Jogger bleibt so besser in der Spur und Ihr Kind fährt auf Feld- und Waldwegen komfortabel mit.

Dank einem höhenverstellbaren Schiebegriff stellen Sie den Baby-Jogger passend zu Ihrer Körpergrösse ein. Der Griff sollte in etwa auf Bauchnabelhöhe sein, damit Unter- und Oberarm annähernd einen rechten Winkel zueinander bilden. Der Schiebegriff dient nicht zum Abstützen, deshalb schieben Sie den Kinderwagen während dem Laufen einhändig und die andere Hand schwingt frei mit. Möchten Sie die Richtung wechseln, dann benutzen Sie beide Hände, so wird das Vorderrad entlastet und etwas angehoben, um in die gewünschte Richtung zu steuern.

Sicherheit bei einem Sturz bietet eine Handschlaufe am Griff oder an der Hinterachse. Dadurch rollt der Baby-Jogger nicht einfach weiter, die Leine stoppt den Wagen.

Geschwister- und Zwillingswagen

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Als Eltern von Zwillingen oder zwei Kindern mit geringem Altersunterschied steht man beim Kinderwagenkauf vor einer neuen Herausforderung. Sind Sie nicht gerade zu zweit unterwegs und schieben jeweils einen separaten Kinderwagen vor sich her, dann gibt es nur eine Lösung: Einen Geschwisterwagen. Beide Kinder haben Platz und nur eine Person muss schieben.

Es gibt für jede Familiensituation den richtigen Aufbau. Geschwister sitzen sich entweder gegenüber, neben- oder hintereinander. Das macht den Wagen schmal und lang oder breit und dafür kürzer. Es gibt auch die Variante, bei der die Sitze versetzt hinter- und übereinander angeordnet sind. Durch die kompakten Abmessungen bleibt hier jedoch nur wenig Platz für Stauraum.

Wichtig bei der Wahl des Geschwisterwagens ist das Alter der Kinder. Sind beide gleich alt, dann benötigen beide den gleichen Sitz und Sie können einen Zwillingskinderwagen kaufen. Ist ein Kind etwas älter und sitzt bereits, dann brauchen Sie eine flexiblere Lösung. Eine Kombination aus einem Sitz und einer Liegefläche (Babyschale/-wanne), die mit Ihren Kindern mitwächst.

Beim Kauf sind vor allem die Stabilität und die Masse wichtig. Bei den grossen Wagen ist zudem ein geschickter Faltmechanismus von Vorteil, schliesslich soll der Kinderwagen möglichst wenig Platz im Kofferraum einnehmen.

Geschwistersitz oder Buggyboard?

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Wird das grössere Geschwisterchen müde, dann ist ein Buggyboard zum Mitfahren ideal. Noch bequemer für das Kind ist ein Geschwister- oder auch Bocksitz genannt. Allerdings schränken beide Modelle die Fussfreiheit beim Schieben ein.

Ganz wichtig: Lassen Sie den vollbesetzten Kinderwagen niemals allein irgendwo stehen. Durch den erhöhten Schwerpunkt kann der Wagen leichter Kippen und die Bremsen sind meistens nicht für das zusätzliche Gewicht ausgelegt. Dieses Kinderwagen-Zubehör findet Ihr auch unter den Bezeichnungen Ride on, Trittbrett oder Kiddy-Board.

Bremse und Feststellbremse dienen der Sicherheit

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Der Kinderwagen mit Baby bringt schon einiges an Gewicht auf die Waage. Nicht nur beim Bergabfahren oder Joggen, sondern auch in Situationen, wo Sie viel abbremsen müssen, ist eine Bremse sicherheitsrelevant. Eine Feststellbremse ist ebenfalls unabdingbar. So kann der Kinderwagen beim Ein- und Aussteigen nicht wegrollen. Die Feststellbremse wird entweder an der Hinterachse mit dem Fuss bedient oder sie ist als Bremse am Schiebegriff vorhanden.

Wichtiger Tipp für den Kinderwagen-Transport im Auto

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Beachten Sie beim Kauf unbedingt die Abmessungen, damit der zusammengeklappte Kinderwagen sicher in den Kofferraum Ihres Autos passt. Er sollte auch nicht allzu schwer und leicht einklappbar sein. Sehr praktisch ist ein Einhandsystem, so haben Sie jederzeit eine Hand frei für Ihr Kind.

Darauf ist beim Kauf zu achten

  • Tragtasche oder Kinderwagen-Oberteil
  • Robuste Räder
  • Baby-Jogger: Gute Federung, Lufträder
  • Anschnallgurt, damit das Kind nicht hinausfällt oder hinausspringt
  • Fussstützen, wenn möglich verstellbar (Das Kind sitzt bequemer und rutscht weniger im Sitz herum)
  • Kombikinderwagen: Rückenlehne verstellbar, mit Liegeposition
  • Einfach zusammenklappbar (Passt der Wagen in den Kofferraum)
  • Abnehmbare, waschbare Liege-/Sitzauflage
  • Feststellbremse, Bremse
  • Genügend Stauraum: Einkaufsnetz, -korb
  • Regen- und Sonnenschutz

Zusätzlich benötigen Sie

  • Winterfusssack oder Decke
  • Regenverdeck, wenn nicht im Lieferumfang
  • Sonnenschutz, wenn nicht im Lieferumfang

Kinderwagen und Zubehör

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