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Finden Sie ein passendes Kühlgerät

08.07.2022

Bei hohen Temperaturen von über 30 °C wird so manche Tätigkeit zur Qual. Bereits das Durchblättern eines Dossiers oder das Tippen auf der Tastatur verursachen Schweisstropfen. An Sport oder andere körperliche Tätigkeiten ist gar nicht zu denken. Stattdessen kreisen unsere Gedanken immer wieder um ein kaltes Getränk, ein kühles Bad oder eine feine Glace. Leider sind solche Erfrischungen aber meistens nur von kurzer Dauer oder stehen uns gerade nicht zur Verfügung. Damit wir uns wieder aufs Arbeiten, Lernen oder Entspannen konzentrieren können, muss eine wirkungsvollere und längerfristige Lösung her.

In diesem Ratgeber erklären wir Ihnen die wichtigsten Unterschiede zwischen verschiedenen kühlenden Raumklimageräten. Da Ventilatoren die Luft nicht im eigentlichen Sinn kühlen, sondern nur in Bewegung versetzen, gehen wir in einem separaten Beitrag auf ihre Eigenschaften, Vorzüge und Nachteile ein. Am Ende dieses Ratgebers finden Sie eine Auflistung der wichtigsten Fachbegriffe rund um Klimageräte.

Falls Sie vorhaben oder zumindest in Betracht ziehen, sich ein Kühlgerät zuzulegen, machen Sie sich bitte Gedanken über die folgenden Punkte, und lesen Sie erst im Anschluss die nächsten Abschnitte dieses Ratgebers.

  • Soll das Gerät ein oder mehrere Zimmer kühlen?
  • Welche Fläche oder welches Volumen hat der grösste Raum ungefähr, den das Gerät kühlen soll?
  • Soll es an einem Ort fest installiert werden oder mobil sein?
  • Haben Sie die Möglichkeit, es nahe an einem Fenster zu platzieren?
  • Stört es Sie, wenn Sie einen Schlauch aus dem Fenster führen und dieses mit bestimmten Hilfsmitteln abdichten müssen?

Unterschiedliche Arten von Klimageräten

Klimaanlagen sind besonders leistungsstarke Kühlgeräte, unterscheiden sich aber in vielerlei Hinsicht voneinander. Einige bestehen aus einer Geräteeinheit, andere aus zwei oder mehreren. Stationäre Geräte werden fest in oder an die Hauswand verbaut, mobile Geräte hingegen können Sie mit verhältnismässig wenig Aufwand installieren oder in einen anderen Raum verschieben. Während Sie bei einem mobilen Klimagerät einen Abluftschlauch installieren müssen, kommen Luftkühler ohne einen solchen aus. Luftkühler sind Verdunstungskühler und ebenfalls mobil, ihr Stromverbrauch und ihre Kühlleistung sind aber deutlich geringer. Ebenfalls um Verdunstungskühler handelt es sich bei sogenannten Mini-Klimageräten oder Mini-Klimaanlagen. Sie sorgen für ein angenehmes Arbeits- oder Wohnklima rund um Sie herum, genügen aber in der Regel nicht, um die Temperatur in einem Zimmer spürbar zu senken.

Die Gerätearten im Vergleich

Für eine Klimatisierung Ihrer Räume haben Sie die Wahl zwischen unterschiedlichen Gerätearten und Installationsvarianten.

Verschiedene Installationsmöglichkeiten

Bei einer Monoblock-Klimaanlage befinden sich alle wichtigen Komponenten des Kühlkreislaufs in einer Geräteeinheit, also in einem einzigen Gehäuse. Ein solches Monoblock- oder Kompaktgerät wird üblicherweise in ein Fenster oder in eine Aussenwand eingebaut. Das Gegenstück dazu sind Split-Klimaanlagen, die aus einer Ausseneinheit und einer (Singlesplit) oder mehreren (Multisplit) Inneneinheiten bestehen. Das Innengerät enthält den Kühlkörper, das Aussengerät den Kompressor. Das Kältemittel zirkuliert zwischen beiden Einheiten hin und her. Der Vorteil einer solchen Split-Klimaanlage besteht darin, dass die warme Abluft aus dem Kompressor nicht die Kühlleistung im Innenraum beeinflusst. Split-Geräte sind dadurch effizienter und meistens auch etwas leiser als Monoblock-Geräte.

Bei stationären Klimageräten führen üblicherweise Experten bzw. Fachbetriebe die Berechnungen und Installationsarbeiten durch. In den folgenden Abschnitten konzentrieren wir uns daher auf die mobilen Klimageräte, die Sie selbst in Ihrem Zuhause anschliessen können. Dabei handelt es sich in den allermeisten Fällen um Monoblockgeräte, die jedoch nicht fest eingebaut, sondern temporär installiert und später wieder entfernt werden können.

Geräteart

Mini-Klimaanlage

Luftkühler

Mobiles Klimagerät

Split-Klimaanlage

Anzahl der Module/Geräte

1

1

1

2+

Anschaffungskosten

gering

gering

mittel

hoch

Einsatz

temporär

temporär

saisonal

dauerhaft

Installation

sehr einfach

sehr einfach

anspruchsvoll

sehr anspruchsvoll

Kühlleistung¹

sehr gering

gering

mittel

hoch

Geräuschpegel¹

tief

tief

hoch (innen)

tief (innen) / hoch (aussen)

Mobilität

sehr hoch

hoch

mittel

sehr gering

Abluft

kein Abluftsystem notwendig

kein Abluftsystem notwendig

Abluftsystem mit Schlauch oder Wanddurchbruch

Meistens ohne Schlauch, aber Wanddurchbruch notwendig

Einbruchgefahr

keine Erhöhung der Einbruchgefahr

keine Erhöhung der Einbruchgefahr

geringe Erhöhung der Einbruchgefahr

sehr geringe Erhöhung der Einbruchgefahr

Stromverbrauch¹

sehr gering

gering

hoch

mittel

Reinigungsaufwand²

Wassertank einmal pro Woche leeren und reinigen. Luftfilter ca. einmal pro Monat reinigen und trocknen lassen.

Wassertank einmal pro Woche leeren und reinigen. Luftfilter ca. einmal pro Monat reinigen und trocknen lassen.

Luftfilter ca. alle ein bis zwei Wochen reinigen und trocknen lassen.

Kondenswasserbehälter, Verdampfer und Wasserauslass ca. ein- bis zweimal pro Jahr desinfizieren.

Professionelle Wartung inkl. Filterwechsel ca. alle ein bis zwei Jahre.

Luftfilter ca. alle ein bis zwei Wochen reinigen und trocknen lassen.

Kondenswasserbehälter, Verdampfer und Wasserauslass ca. ein- bis zweimal pro Jahr desinfizieren.

Professionelle Wartung inkl. Filterwechsel ca. alle ein bis zwei Jahre.

¹ Kühlleistung, Geräuschpegel und Stromverbrauch hängen einerseits von der Bauart und andererseits von der Grösse und Leistung des jeweiligen Gerätes ab. Die hier angegebene Einstufung bezieht sich lediglich auf den Vergleich der verschiedenen Kühlgerätearten untereinander. Bitte entnehmen Sie die detaillierten Angaben den Spezifikationen auf den entsprechenden Produktdetailseiten, Produktdatenblättern oder Herstellerseiten.

² Die Angabe zum Reinigungsaufwand stellt einen Durchschnittswert dar, der ebenfalls dem Vergleich der verschiedenen Gerätearten dient. Je nach Hersteller und Gerät kann dieser Wert daher von den Reinigungsempfehlungen in der Bedienungsanleitung abweichen, die auf jeden Fall Vorrang haben. Die Verwendung von Desinfektionsmittel reduziert die Häufigkeit der notwendigen bzw. empfohlenen Reinigungen des Wasserbehälters oder Verdampfers. Bitte konsultieren Sie dazu die Bedienungsanleitung Ihres Gerätes.

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Gut zu wissen: So funktioniert ein mobiles Klimagerät

Eine mobile Klimaanlage funktioniert sehr ähnlich wie ein Kühlschrank, mit dem entscheidenden Unterschied, dass die warme Abluft nicht im Raum verbleibt, sondern nach draussen abgeführt wird.

Ein Kältemittel, das zwischen flüssigem und gasförmigem Zustand hin- und herwechselt, zirkuliert in einem geschlossenen Kreislauf. Im ersten Wärmetauscher, dem Verdampfer (1), kühlt es die angesaugte Raumluft (2) um ein paar Grad Celsius und wird dabei gasförmig. Ein Ventilator (3) bläst die gekühlte Luft in den Raum zurück (4). Das Kältemittel wird durch den Kompressor (5) verdichtet und dadurch erhitzt. Im zweiten Wärmetauscher, dem Kondensator (6), gibt es seine Wärme an die angesaugte Umgebungsluft ab (7) und wird dabei wieder flüssig. Damit die Kühlung wirkt, darf die Wärme nicht im Gerät oder im Raum bleiben, sondern muss nach draussen transportiert werden. Dies geschieht über einen zweiten Ventilator (8) und den Abluftschlauch (9). Das Kältemittel fliesst derweil weiter zum Verdampfer und der Kühlprozess beginnt erneut.

Mobile Klimageräte: wirkungsvoll und flexibel, aber nicht lautlos

Wie der Name erahnen lässt, sind mobile Klimageräte beweglich. Die meisten sind mit Rollen auf der Unterseite ausgestattet, einige kleinere und preisgünstigere Geräte lediglich mit einem Tragegriff. Der grosse Vorteil gegenüber einer stationären Klimaanlage besteht also darin, dass Sie ein mobiles Gerät mit verhältnismässig wenig Aufwand in verschiedenen Zimmern verwenden können. Im Gegensatz zu Ventilatoren senken Klimageräte die Temperatur der Raumluft und versetzen sie nicht nur in Bewegung. Im Gegenzug benötigen Sie für den Betrieb jedoch auch deutlich mehr Strom.

Mobile Klimaanlagen sind im Betrieb nicht lautlos, da zum Kühlen der Luft ein Kompressor und mindestens ein Ventilator arbeiten. Die Lautstärke der Betriebsgeräusche kann sich aber trotzdem von Gerät zu Gerät noch deutlich unterscheiden und ist daher ein Faktor, den Sie bei Ihrer Wahl berücksichtigen sollten. Falls Sie Ihr Gerät während des Schlafens einsetzen möchten, achten Sie am besten darauf, dass es über einen Schlaf- oder Nachmodus verfügt. Eine Übersicht über Lautstärke und Lärmbelastung mit Vergleichsbeispielen finden Sie in unserem Ratgeber zu Ventilatoren.

Ein mobiles Klimagerät ist flexibel einsetzbar, macht aber den Anschluss eines Abluftschlauches und in vielen Fällen auch die Abdichtung eines Fensters notwendig (beispielhaft im Bild: Klimagerät AC Milan von Wood's).

Berechnung der Raumgrösse

In einem separaten Artikel erklären wir Ihnen, wie Sie die benötigte Kühlleistung für Ihr zukünftiges Gerät berechnen und worauf Sie dabei achten sollten. Falls Sie bezüglich einiger Berechnungsfaktoren unsicher sind oder die Wahl zwischen Geräten mit unterschiedlicher Leistungsangabe haben, empfehlen wir Ihnen, sich für die stärkere Variante zu entscheiden. Zu starke Klimaanlagen stellen in der Regel ab oder schalten auf eine tiefere Stufe zurück. Ein zu schwaches Gerät hingegen erreicht die Zieltemperatur gar nicht.

Kein mobiles Klimagerät ohne Abluftschlauch

Bei mobilen Klimageräten handelt es sich um Monoblockgeräte, die einen nach draussen führenden Abluftschlauch benötigen. Nur wenige Modelle, so genannte Zweischlauch-Klimageräte, nutzen neben diesem einen zweiten Schlauch für die Luftzufuhr. Modelle mit einem Schlauch saugen die Luft aus dem Zimmer an, in dem sie stehen, und führen sie nachher als Abluft nach draussen. Dadurch entsteht ein Unterdruck im Raum und warme Luft von draussen zieht nach. Zweischlauch-Geräte hingegen nehmen die frische Luft von draussen, es entsteht kein Unterdruck und keine Aussenluft wärmt den Raum zusätzlich auf. Zweischlauch-Klimageräte sind also effizienter, aber dennoch weniger verbreitet, da sie einen etwas höheren Installationsaufwand mit sich bringen. Nicht alle mobilen Klimaanlagen sind für den Betrieb mit zwei Schläuchen geeignet. Die Hersteller raten im Allgemeinen davon ab, eigenständig einen Zuluftschlauch an ein Gerät anzuschliessend, das dafür nicht vorgesehen ist.

De'Longhi mobiles Klimagerät PAC EX 130.jpg
Der Abluftschlauch sollte auf möglichst kurzem und geradem Weg nach draussen führen (beispielhaft im Bild: Klimagerät PAC EX 130 von De'Longhi).

Die Länge des Abluftschlauches bestimmt, in welcher Entfernung zu einem geeigneten Fenster Sie das Gerät aufstellen können. Die meisten solcher Schläuche sind ca. 1,5 m lang und sollten nicht verlängert werden (siehe folgende Infobox). Für die Stromversorgung benötigen Sie darüber hinaus eine freie Steckdose in der Nähe.

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Gut zu wissen: Die Länge des Abluftschlauches

Dass der Abluftschlauch bei Klimageräten meistens sehr kurz ist, hat zwei gute Gründe:

  1. Die Abluft enthält je nach herrschender Luftfeuchtigkeit einen gewissen Anteil an Wasserdampf. In einem zu langen Schlauch kann sich dieser als Kondenswasser an der Schlauchwand niederschlagen. Im schlimmsten Fall läuft das Kondenswasser dann ins Gerät zurück und beschädigt es.
  2. Der Abluftschlauch transportiert warme Luft durch den Raum, den die Klimaanlage ja eigentlich kühlen sollte. Es ist also durchaus vorteilhaft, dass Sie das Gerät nahe am Fenster platzieren und die Abluft einen möglichst kurzen Weg zurücklegt.

Aus diesen beiden Gründen raten wir davon ab, den Schlauch eigenständig zu verlängern. Falls Sie eine Lösung für eine zu grosse Distanz zwischen Gerät und Fenster suchen, empfehlen wir Ihnen, sich stattdessen an einen Fachbetrieb für Klima- und Kältetechnik zu wenden.

Eher selten anzutreffen sind mobile Klimageräte, die Sie an der Aussenseite des Hauses aufstellen. Diese Outdoor-Geräte funktionieren sozusagen umgekehrt und befördern die gekühlte Luft über einen Luftschlauch durch ein Fenster oder die Wand ins Innere. Verhältnismässig wenig verbreitet sind sie, weil der Outdoor-Betrieb die Anforderungen an die Gerätesicherheit erhöht und weitere Schwierigkeiten schafft. So dürfen beispielsweise Gerät oder Stromanschluss nicht Wasser, Sturm und Schmutz ausgesetzt oder durch Sonnenstrahlung überhitzt werden.

Zur Abfuhr der Abluft über den Schlauch ist üblicherweise ein Fenster am besten geeignet. Es gibt jedoch auch andere Möglichkeiten wie beispielsweise eine Balkon- oder eine Katzentür oder ein bei einer Baufirma in Auftrag gegebener Mauerdurchbruch. Auch zum Abdichten von Fenster oder Tür existieren zahlreiche Hilfsmittel und Techniken. Einige davon stellen wir Ihnen in der folgenden Anleitung vor:

Ein mobiles Klimagerät installieren

Ein mobiles Klimagerät installieren

Tipps und Hinweise zum Aufstellen, Anschliessen und Betreiben

Mehr erfahren

Umgang mit Kondenswasser

Durch das Abkühlen der Luft entsteht im Gerät Kondenswasser oder sogar Eis. Die meisten mobilen Klimageräte eignen sich daher auch zum Entfeuchten der Raumluft, viele verfügen zu diesem Zweck über einen speziellen Betriebsmodus. Das gesammelte Wasser fliesst entweder in einen Kondenswasserbehälter oder über einen Anschluss für einen Schlauch direkt in einen Abfluss. Oft sind Geräte mit beidem ausgestattet und lassen Ihnen so die Wahl. Einige mobile Klimaanlagen verdampfen das Kondenswasser auch und leiten es als Wasserdampf über den Abluftschlauch nach draussen. Bei diesen Geräten ist es besonders wichtig, dass der Abluftschlauch möglichst straff und auf dem kürzesten Weg zum Fenster oder Wanddurchbruch führt. Klimaanlagen mit Kondenswasserbehälter verfügen meistens über einen Alarm oder eine Anzeige, die Sie darauf aufmerksam machen, wenn der Tank voll ist. In diesem Fall schalten die Geräte normalerweise automatisch aus.

Klimageräte mit Entfeuchtungsfunktion verfügen üblicherweise über einen Ablauf für das Kondenswasser, ein passender Schlauch ist jedoch nicht immer im Lieferumfang enthalten (beispielhaft im Bild: Klimagerät AC Cortina von Wood's).

Regelmässige Reinigung und Pflege

Um den hygienischen Betrieb Ihres Klimagerätes zu gewährleisten, sollten Sie es regelmässig reinigen und pflegen. Wichtig ist beispielsweise das Säubern des integrierten Luftfilters von Staubablagerungen. Bei Dauerbetrieb empfehlen wir Ihnen, wöchentlich oder zweiwöchentlich den Luftfilter herauszunehmen, kurz mit dem Staubsauger abzusaugen und anschliessend in warmem Seifenwasser von Hand abzuwaschen. Lassen Sie den Filter unbedingt gut trocknen, bevor Sie ihn wieder in das Gerät einsetzen.

Damit die mobile Klimaanlage vor allem kühle Luft und keine Krankheitserreger verteilt, ist es eine gute Idee, bestimmte Komponenten hin und wieder zu desinfizieren. Insbesondere am Verdampfer, im Kondenswasserbehälter, im Wasserablauf und an den Filtern können sich Bakterien, Schimmelsporen und andere Mikroorganismen bilden. Das verhindern Sie am besten, indem Sie die betreffenden Stellen je nach Häufigkeit und Dauer der Verwendung des Gerätes ein bis zwei Mal pro Jahr mit einem geeigneten Schaumspray oder einem handelsüblichen Reinigungsmittel mit desinfizierender Wirkung einsprühen. Bevor Sie das Gerät in die hoffentlich verdiente Winterpause schicken, achten Sie darauf, dass es sauber und trocken ist.

Sowohl fest installierte als auch mobile Klimageräte benötigen für einen hygienischen und zuverlässigen Betrieb regelmässige Reinigung und Pflege.

Eine professionelle Wartung der Klimaanlage durch eine Fachperson ist besonders dann empfehlenswert, wenn Sie das Gefühl haben, dass die Kühlleistung deutlich nachgelassen habe.

Ist ein mobiles Klimagerät das richtige Kühlgerät für Sie?

Ein mobiles Klimagerät ist die richtige Wahl für Sie, wenn

  • Sie möglichst konstante Werte für Temperatur und Luftfeuchtigkeit benötigen.
  • Sie keine permanente Klimaanlage einbauen möchten.
  • Sie kein Loch durch die Wand bohren (lassen) möchten.
  • Sie den Installationsaufwand für den Abluftschlauch nicht scheuen.
  • Sie in den betreffenden Zimmern einen geeigneten Platz in der Nähe eines Fensters und einer Steckdose zur Verfügung haben.
  • Sie bei längerem Betrieb je nach Gerät das Kondenswasser direkt ableiten oder regelmässig den Kondenswasserbehälter leeren können.
  • Sie bereit sind, den Luftfilter regelmässig zu reinigen und Verdampfer und Wasserbehälter hin und wieder zu desinfizieren.

    Alternative oder zusätzliche Heizmöglichkeit im Winter

    Falls Ihr mobiles Klimagerät über eine Heizfunktion verfügt, geniesst es unter Umständen gar keine Winterpause. Diese Funktion kehrt den Kreislauf des Kühlmittels um, im Gerät wird die Luft nicht gekühlt, sondern erhitzt. Anschliessend bläst das Gerät die warme Luft in den zu heizenden Raum. Da warme Luft aufsteigt, ist es von Vorteil, wenn das Klimagerät zum Heizen auf dem Boden steht. Besonders effizient heizt ein Klimagerät bei einem geringen Unterschied zwischen der tatsächlichen Raumtemperatur und der gewünschten Zieltemperatur. Je tiefer die Temperatur im Raum, je grösser also der Temperaturunterschied ist, umso stärker nimmt jedoch der Stromverbrauch zu und damit die Effizienz ab. Aus diesem Grund bietet sich ein Klimagerät mit dieser Funktion als temporäre Heizung in einem selten genutzten Raum, einem Wohnmobil oder einer kleinen Ferienwohnung an.

    Luftkühler: ökologische Kühlung für kleine, trockene Räume

    Ein Luftkühler funktioniert ähnlich wie ein Ventilator, vor dem eine Schale mit Eiswürfeln steht (siehe 10 Tipps für eine kühle Wohnung im Sommer). Statt eines Kältemittels wie die mobilen Klimaanlagen kühlen Luftkühler die Raumluft je nach Gerät mithilfe von Wasser, Eis oder Kühlakkus. Die durch Verdunstung entstehende Kälte wird durch den Ventilator im Zimmer verteilt, die Luft also gleichzeitig gekühlt und befeuchtet. Einen Luftkühler sollten Sie also nur in einem trockenen Raum einsetzen, um Überfeuchtung und Gefahr von Schimmelbildung zu vermeiden. Er wirkt in einer trockenen Umgebung auch stärker, da der Verdunstungsprozess schneller abläuft und somit mehr Kälte produziert.

    Im Vergleich mit einem mobilen Kühlgerät ist ein Luftkühler einerseits einfacher einzurichten und zu bedienen, umweltfreundlicher und weniger stromhungrig. Da er nicht mit einem Kompressor ausgestattet ist, arbeitet er zudem auch leiser. Andererseits ist seine Kühlleistung deutlich geringer und reicht auch in eher kleinen Räumen nur für eine schwache Abkühlung. Ausserdem füllen Sie während eines längeren Betriebs wiederholt Wasser oder Eis nach. Falls Ihr Gerät mit Kühlakkus funktioniert, laden Sie diese wieder auf, indem Sie sie für ein paar Stunden in den Gefrierschrank legen. Wie bei einem Verdunstungs-Luftbefeuchter ist es auch bei einem Luftkühler wichtig, dass Sie ihn für einen hygienischen Betrieb regelmässig gründlich reinigen und desinfizieren.

    Wichtige Bestandteile eines Luftkühlers sind einerseits eine grossflächige Filtermatte und andererseits ein geräumiger Wassertank (beispielhaft im Bild: Luftkühler TC09PMG von Honeywell).

    Ist ein Luftkühler das richtige Kühlgerät für Sie?

    Ein Luftkühler ist die richtige Wahl für Sie, wenn

    • Sie ihn vor allem zur kurzzeitigen Erfrischung an heissen Sommertagen einsetzen möchten.
    • Sie nur kleine Zimmer kühlen möchten.
    • Sie eine günstige und energieeffiziente Kühlmöglichkeit suchen.
    • in den zu kühlenden Räumen keine allzu hohe Luftfeuchtigkeit herrscht.
    • Sie bereit sind, bei längerem Betrieb regelmässig Wasser oder Eis nachzufüllen.

      Mini-Klimageräte: Massgeschneiderte Erfrischung

      Bei Mini-Klimageräten und Mini-Klimaanlagen handelt es sich üblicherweise ebenfalls um Geräte, die mit Verdunstungskühlung arbeiten. Sie sind jedoch so klein, dass ihre Wirkung nur in ihrer unmittelbaren Umgebung zu spüren ist. Sie bemerken den kühlenden und erfrischenden Effekt also beispielsweise dann sehr gut, wenn das Gerät direkt vor oder neben Ihnen auf dem Schreibtisch steht. Um einen ganzen Raum merklich zu kühlen, reicht die Kühlleistung aber normalerweise nicht aus.

      Mini-Klimageräte sind handlich, kompakt und oft würfelförmig oder auf andere Art auffällig gestaltet. Viele davon verfügen über LED-Beleuchtung und entweder einen Farbwechselmodus oder eine Nachtlichtfunktion. Sie machen also im Wohn-, Arbeits- oder Schlafzimmer auch dann eine gute Figur, wenn sie nicht gerade gegen die Hitze ankämpfen. Dank der geringen Grösse, des niedrigen Gewichts und häufig auch eines Tragegriffs eignen sie sich ausserdem sehr gut für die Ferienwohnung, das Wohnmobil oder Campingzelt. In letzteren Fällen geschieht die Stromversorgung über ein USB-Kabel und einen Computer oder eine Powerbank. Mit einem USB-Netzadapter lässt sich eine Mini-Klimaanlage aber auch problemlos an einer normalen Steckdose verwenden.

      Neben Strom benötigt ein Mini-Klimagerät auch Wasser. Bei längerem Betrieb müssen Sie daher den Wasserbehälter regelmässig auffüllen und ab und zu auch reinigen oder desinfizieren. Falls das Gerät zusätzlich mit einem Luftfilter ausgestattet ist, sollten Sie auch diesen hin und wieder säubern und nach der in der Bedienungsanleitung empfohlenen Zeit austauschen. So verhindern Sie, dass sich im Gerät Schimmel bildet, dessen Sporen anschliessend durch den Ventilator in die Raumluft gelangen.

      Ein Mini-Klimgerät erfrischt nur gerade seine unmittelbare Umgebung und ist häufig mit zusätzlichen Lichteffekten ausgestattet (beispielhaft im Bild: Mini-Klimagerät evaSMART von Evapolar).

      Ist ein Mini-Klimagerät das richtige Kühlgerät für Sie?

      Ein Mini-Klimagerät ist die richtige Wahl für Sie, wenn

      • Sie es vor allem zur kurzzeitigen Erfrischung an heissen Sommertagen einsetzen möchten.
      • Sie nur gerade Ihre unmittelbare Umgebung kühlen möchten.
      • Sie bereit sind, bei längerem Betrieb regelmässig Wasser nachzufüllen.
      • Sie das Gerät über einen Computer oder eine Powerbank mit Strom versorgen möchten.
      • Sie ein Gerät suchen, das nicht viel Platz einnimmt und auch eine gewisse dekorative Wirkung hat.

        Klimageräte für Wohnwagen und Wohnmobile

        Einen Spezialfall stellen Klimageräte für Camper und Wohnwagen dar. Einerseits handelt es sich dabei üblicherweise um Split-Klimaanlagen mit einer Innen- und einer Ausseneinheit. Andererseits installieren Sie das Gerät entweder selbst oder wenden sich dafür am ehesten an Ihre Garage bzw. einen Fachbetrieb für Campingfahrzeuge. Insbesondere, falls für die Klimaanlage ein spezieller Stromanschluss notwendig ist, empfehlen die Hersteller, diesen nur durch Fachleute ausführen zu lassen. Informieren Sie sich auf jeden Fall schon vor dem Kauf über notwendige Ausstattung in Ihrem Fahrzeug oder Wohnwagen und über erforderliche Anschlussarbeiten.

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        Die wichtigsten (Fach-)Begriffe

        BTU (British Thermal Unit): Wärmeenergieeinheit, 1000 BTU/h entsprechen ca. 293 W

        Fensterklimagerät: Monoblock-Gerät, das in ein Fenster oder in die Hauswand eingebaut wird

        Flansch: Ringförmige Verbreiterung an einem Rohrende. Bei Klimageräten meistens auf der Innenseite eines Mauerdurchbruchs angebracht und mit Deckel zum Verschliessen, wenn die Klimaanlage nicht verbunden ist

        Kältemittel: Flüssigkeit, die in einem geschlossenen Kreislauf innerhalb einer Kälteanlage eingesetzt wird. Das Kältemittel nimmt bei tiefer Temperatur und tiefem Druck Wärme auf und wird gasförmig. Bei höherer Temperatur und höherem Druck gibt es die Wärme wieder ab und wird wieder flüssig.

        Kühlakku: Kühlelement aus Kunststoff, gefüllt mit einem Kühlmittel, wird durch Gefrieren "aufgeladen"

        Monoblock-Gerät: Klimagerät, bei dem die ganze Technik in einem Gehäuse steckt (Gegenstück zu Split-Gerät), mobile oder stationäre Varianten erhältlich

        Multisplit: Split-Klimaanlage mit einer Ausseneinheit und mehreren Inneneinheiten

        Outdoor-Klimaanlage: Klimagerät, das auf der Aussenseite des Hauses steht und gekühlte Luft über einen Schlauch ins Innere bläst

        R290 (Kältemittel Propan): farbloses, brennbares Flüssiggas aus der chemischen Stoffgruppe der Kohlenwasserstoffe mit einem sehr geringen Einfluss auf den Treibhauseffekt

        Schlauchloses Klimagerät: Gibt es eigentlich nicht. Meistens damit gemeint ist der Luftkühler, der aber mittels Verdunstungskälte kühlt und somit nicht mit einer Klimaanlage vergleichbar ist.

        Singlesplit: Split-Klimaanlage mit einer Aussen- und einer Inneneinheit

        Sleep Mode: Der Schlaf- oder Nachtmodus dient dazu, möglichst angenehme Schlafbedingungen zu schaffen, ohne dass Sie dafür das Gerät ganz abschalten müssen. Die meisten Geräte reduzieren dafür die Betriebsgeräusche und passen die eingestellte Temperatur geringfügig an. Apparate mit Display- oder anderer Beleuchtung schalten diese aus oder schwächen sie zu einem Nachtlicht ab.

        Split-Klimaanlage: Zwei- oder mehrteilige Klimaanlage mit der Kältemaschine draussen und der (Steuereinheit?) in der Wohnung

        Zweischlauch-Klimagerät: (Zweikanal-Luftkonditionierer): Klimagerät mit Abluft- und Zuluftschlauch. Etwas höherer Installationsaufwand, dafür bessere Kühl- und Energieeffizienz als bei Geräten mit nur einem Abluftschlauch.

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        Lesen Sie hier, was Sie für ein optimales Raumklima tun können

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