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Warzen: Wie sie entstehen und wie man sie loswird

30.06.2023

Warzen sind kleine, gutartige Wucherungen auf der Haut. Sie werden von einem Virus ausgelöst und deshalb sind sie auch ansteckend. Die gute Nachricht: die meisten Warzen sind harmlos und verschwinden von selbst. Das kann allerdings Wochen, Monate oder gar Jahre dauern. Die Warzen können an unterschiedlichen Körperstellen auftreten und verschiedene Formen annehmen. Erfahren Sie hier, welche Arten von Warzen es gibt, wie sie entstehen und wie sie diese richtig behandeln.

Die meisten Warzen verursachen keine Schmerzen. Einige sind aber bei Berührung schmerzempfindlich. Gerade an den Füssen können sie beim Stehen oder Gehen deshalb schmerzhaft sein. Warzen lassen sich nach Form und Ort einordnen.

  • Gewöhnliche Warzen (Verrucae vulgares): Die rundlichen Wucherungen haben eine verhornte, raue Oberfläche und treten oft am Finger, am Handrücken oder an den Füssen auf. Die Grösse variiert vom Durchmesser eines Stecknadelkopfs bis zu erbsengross.
  • Dornwarzen: Diese harten und flachen Warzen treten vor allem an der Fusssohle auf. Beim Stehen und Gehen werden sie nach innen gedrückt, weshalb sie nicht wie andere Warzen nach aussen wachsen. Dadurch entstehen oft Druckschmerzen.
  • Flachwarzen (Planwarzen): Die gelblich-braunen Hautwucherungen sind sehr klein, nur einige Millimeter beträgt ihr Durchmesser. Sie sind nur leicht erhöht und kommen oft im Gesicht, an den Händen und den Unterarmen vor.
  • Mosaikwarzen: Die kleinen Warzen befinden sich wie Dornwarzen oft an den Füssen. Sie verursachen jedoch selten Schmerzen. In einigen Fällen können sie sich stark ausbreiten.
  • Alterswarzen: Die grau-braun bis schwarz erscheinenden Warzen kommen vor allem ab dem 50. Lebensjahr vor. Sie sind rundlich bis oval und ungefähr linsen- bis bohnengross. Sie treten überwiegend an Brust, Rücken und im Gesicht auf. Im Gegensatz zu den anderen Warzen werden sie nicht von Viren ausgelöst und sind nicht ansteckend.

Daneben gibt es Warzenarten, die sich im Genitalbereich ausbreiten, sogenannte Feig- oder Genitalwarzen. Sie sind sexuell übertragbar. Zur Vorbeugung und Behandlung dieser Warzen braucht es andere Massnahmen, die in diesem Beitrag nicht behandelt werden, sowie Rat und Hilfe von einer Fachperson.

Ursachen und Risikofaktoren

Auslöser ist in den meisten Fällen das Humane Papillomvirus (HPV), von dem es über 100 verschiedene Virentypen gibt. Die Viren verbreiten sich über direkte Berührung oder über Gegenstände, z.B. Handtücher oder Rasierapparate. Auch durch Hautkontakt mit feuchten Böden verbreitet sich das Virus. Wer beispielsweise barfuss in der Badi oder der Sauna herumläuft, kann schnell mit den Viren in Kontakt kommen. Durch eine Verletzung oder kleine Risse gelangen die Viren dann in die oberen Schichten der Haut. Dort regen sie die Vermehrung der Zellen an, was zu einer Verhornung der Haut führt.

Nicht immer führt ein Kontakt mit HPV zu einer Warze, unser Immunsystem versucht die Viren zu bekämpfen. Einige Faktoren begünstigen die Bildung einer Warze:

  • Geschwächtes Immunsystem
  • Starkes Schwitzen
  • Neigung zu Allergien
  • Neurodermitis
  • Stress
  • Rauchen

Besonders unter Kindern und Jugendlichen sind Warzen weitverbreitet. Ihr Immunsystem kann beim ersten Kontakt mit den Erregern noch nicht optimal reagieren. Die spezifische Immunantwort hat sich noch nicht ausgebildet, wodurch die Warzenverursacher leichtes Spiel haben.

Verlauf

Im Allgemeinen sind Warzen harmlos. Mit der Zeit baut unser Körper eine Immunabwehr gegen die Warzenviren auf und die Hautwucherung verschwindet von selbst. Wie schnell das im Einzelfall geschieht, ist von verschiedenen Faktoren abhängig. Besonders bei einem geschwächten Immunsystem sind Warzen deutlich hartnäckiger und können mitunter Jahre bleiben. Ist die Hautwucherung abgeheilt, ist man gegen diesen Virentypus jahrzehntelang immun. Allerdings gibt es über 100 verschiedene Virentypen, die Warzen verursachen.

Ansteckungsrisiko reduzieren

Mit diesen Tipps können Sie Ihr Risiko einer Ansteckung verringern:

  • Füsse nach dem Duschen und Baden gut abtrocknen, da die Viren sich bei feuchtem Klima einfacher ausbreiten.
  • In Hallenbäder, Saunen, Gemeinschaftsduschen und Umkleidekabinen nicht barfuss gehen.
  • Fettcremes helfen gegen rissige Füsse und Hände, die Viren den Einlass vereinfachen.
  • Teilen Sie keine Waschlappen und Handtücher.

Wer eine Warze hat, kann die Ansteckungsgefahr für andere reduzieren:

  • Kleben Sie die Warze beim Schwimmen mit einem wasserfesten Pflaster ab. Bei einer Hautwucherung an den Füssen greifen Sie zum Pflaster, sobald Sie barfuss herumlaufen.
  • Teilen Sie keine Handtücher, Schuhe oder sonstige Gegenstände, die mit der Warze in Kontakt kommen.

Ausserdem ist es wichtig eine weitere Ausbreitung auf der eigenen Haut zu verhindern:

  • Vermeiden Sie den Kontakt mit der Warze. Kratzen oder ziehen Sie nicht daran, um eine Verteilung vorzubeugen.
  • Nach dem Anfassen waschen Sie gründlich die Hände mit Seife.
  • Bei Warzen an den Füssen wechseln Sie täglich Ihre Socken und halten Ihre Füsse trocken.

Warzen behandeln

Eigentlich ist es nicht nötig, eine Warze zu behandeln, da sie meist von selbst wieder verschwindet. Viele Menschen empfinden die Hautwucherung jedoch als störend und unschön. Sie möchten sie deshalb entfernen und wünschen eine Behandlung. Dazu gibt es grundsätzlich zwei Möglichkeiten: die Hornhaut auflösen oder die Warze vereisen. Beide Methoden sind effektiv. Es besteht jedoch immer die Möglichkeit, dass Viren zurückbleiben und eine neue Hautwucherung bilden.

Warze auflösen

Die Hornschicht der Warze kann mit einer Säure entfernt werden. Meist wird Salicylsäure verwendet, manchmal auch Trichloressigsäure oder Milchsäure. Die Säuren sind in Gels, Cremes und Tinkturen rezeptfrei erhältlich. Lesen Sie in der Packungsbeilage genau nach, wie Sie das Mittel korrekt anwenden. Meist erfolgt eine Anwendung über mehrere Wochen, bei der die verhornte Haut nach und nach aufgelöst wird. Achten Sie unbedingt darauf, die umliegende Haut nicht zu verletzen. Sonst können Viren dort eindringen und neue Warzen bilden.

Warze vereisen

Bei der Kryotherapie trägt der Arzt oder die Ärztin flüssigen Stickstoff direkt auf die Warze auf. Wenn dieser verdunstet, entsteht eine extreme Kälte, die die Zellen der oberen Hautschicht zerstört. Die Warze verkleinert sich und verschwindet nach einigen Behandlungen. Der Vorgang muss also mehrmals wiederholt werden. Zwischen den Behandlungen liegt mindestens eine Woche Abstand. Der Kälteimpuls kann ausserdem ein kurzzeitiges Stechen verursachen und die Haut rötet sich. Manchmal bildet sich eine Blase.

Eine Kältebehandlung muss nicht zwingend beim Arzt erfolgen. Es gibt auch rezeptfreie Vereisungsstifte zur Selbstbehandlung. Sie sind weniger kalt als die Kryotherapie beim Arzt. Eine Vereisung ist ausserdem bei Personen mit Diabetes sowie bei schlechter Durchblutung nicht erlaubt. Schwangeren oder stillenden Frauen wird von einer Behandlung ebenfalls abgeraten.

Wann zum Arzt

Wie bereits erwähnt, sind Warzen in der Regel harmlos und verschwinden von selbst. Ein Arztbesuch ist dann nötig, wenn eine Warze blutet oder sich entzündet hat. Treten Warzen auf anderen Hauterkrankungen auf, z.B. bei Neurodermitis, oder wenn sie sich schnell ausbreiten, ist eine ärztliche Abklärung ebenfalls sinnvoll. Dasselbe gilt bei Warzen im Intimbereich.

Alterswarzen können unter Umständen mit Hautkrebs verwechselt werden. Falls Sie sich unsicher fühlen, zeigen Sie die Hautwucherungen besser einem Arzt oder einer Ärztin. Bevor Menschen mit Diabetes eine Warze behandeln, sollten sie sich ebenfalls ärztlich untersuchen lassen.

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